Flüchtlingsunterbringung in Sporthalle

Freie Wähler zu Flüchtlingsunterbringung: „Qualität vor Quantität!”

Stuttgart … Die Fraktion der Freien Wähler im Stuttgarter Gemeinderat hat am 2.2.2016 einen Antrag zu Perspektiven der Flüchtlingsunterbringung in der Landeshauptstadt gestartet.

Die Stadträte sprechen sich dafür aus, den „Stuttgarter Weg” der dezentralen Unterbringung konsequent weiter zu beschreiten. Eine Ausweitung von Systembaustandorten wird kritisch gesehen: „Lieber zwei oder drei kleinere Standorte als einen großen”, so das Credo der Freien Wähler. Die Kommunalpolitiker sprechen sich zudem dafür aus, private oder gewerbliche Grundstücke anzumieten oder zu kaufen. Im Hinblick auf weiter zunehmende Flüchtlingszahlen solle sich die Stadtverwaltung nicht so stark auf städtische Immobilien konzentrieren.

Außerdem fragen sich die Antragsteller, „ob anerkannte Flüchtlinge schnell aus den Flüchtlingsunterkünften in normale Wohnungen umziehen können, ohne dabei die Probleme bei der städtischen Notfallkartei zu verstärken.” Zum Beschreiten neuer Wege in der Flüchtlingsunterbringung gehöre auch die Suche nach Standorten, an denen über die Flüchtlingskrise hinaus Wohnen möglich ist. Die Freien Wähler regen die Bildung einer „Grundstücks-Taskforce” an, in die die zuständigen Ämter einzubinden seien. Sporthallen und Waldheime sollten ab Ende 2016 nicht mehr für die Unterbringung Asylsuchender in Anspruch genommen werden müssen.

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