Rundgeschaut

Gesundes Schenken

„Schadstofffreie Ostern” wünscht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Rechtzeitig zum Osterfest erinnern die Umweltexperten an die weit verbreitete Gepflogenheit, statt Eiersuchen eine Bescherung – fast – wie zu Weihnachten zu veranstalten.

„Zur Osterzeit wird zunehmend auch Spielzeug verschenkt, bei wärmer werdenden Temperaturen vor allem Freizeitartikel für draußen, wie Bälle, Inlineskates, Roller, Skate­boards, Schaufeln oder Eimer für den Sandkasten.” Stimmt, wer hat dieses Brauchtum nicht auch schon kennengelernt? Das wäre nicht so schlimm, wenn sich in derartigen Geschenken nicht so viele „Weichmacher oder Chemikalien wie Bisphenol A verstecken, die in den Hormonhaushalt von Heranwachsenden eingreifen und zu späteren gesundheitlichen Schäden führen können”, so der vorösterliche Warnhinweis. Der BUND kennt aber auch die Lösung: Scheut sich der besorgte Verbraucher nicht, sein – Vorsicht: möglicherweise mit Blei, Chrom, Quecksilber, Brom oder Cadmium belastetes – Smartphone zur Hand zu nehmen, dann kann er mit einer kostenlosen App „die Barcodes von Spielzeug oder auch von österlichen Deko-Artikeln scannen”. Kennt die Datenbank des Schutzbundes das potentielle Geschenk nicht, kann man sich „mit einem Klick” beim Hersteller über enthaltene Schadstoffe informieren. „Spätestens nach 45 Tagen muss der Nutzer eine entsprechende Antwort erhalten.” Fürs Muttertagsgeschenk reicht das noch.

Rundgeschaut … Die Seite 3 Kolumne aus dem WILIH … 22.3.2017