Eichenprozessionsspinner

Jagd auf Eichenprozessionsspinner beginnt heute

Stuttgart-Riedenberg … Kaum hat der Frühling begonnen, droht bereits die erste Schädlingsplage: Eichenprozessionsspinner sind im Anmarsch. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt der Landeshauptstadt Stuttgart warnt jedes Jahr vor den niedlich aussehenden Raupen, die nicht nur Bäume schädigen. Ihre Haare können auch bei Menschen zu allergischen Reaktionen führen.

In diesem Jahr scheinen die Schädlinge aufgrund des milden Winters besonders früh ihr Unwesen treiben zu wollen. Im Naturschutzgebiet Eichenhain am Rande von Riedenberg und Sillenbuch wurden bereits Nester mit zahlreichen Raupen gesichtet. Deshalb werden Beauftragte des Stuttgarter Gartenamtes am heutigen Freitag einen Versuch unternehmen, die Nester frühzeitig unschädlich zu machen. Dabei soll zum ersten Mal auf der Markung der Landeshauptstatdt eine aus Mallorca bekannte Technik zum Einsatz kommen. Dort werden die Nester mit Schrotflinten aus den Baumkronen geschossen.

Die Anwohner und Spaziergänger werden deshalb gebeten, nicht die Polizei zu verständigen, wenn sie heute zwischen 10 und 13 Uhr am Eichenhain Schüsse hören. Ursache sind die Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen. Die Mittagsruhe werde selbstverständlich respektiert, teilte die Stadt mit. Das Umweltamt sei frühzeitig in die Planung des Tests einbezogen gewesen. Die Schafe, die im Eichenhain weiden, erhalten rechtzeitig vor Beginn der Maßnahme Ohrpfropfen, die ausreichend Schallschutz bieten.

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