Krötenschutz am Eichenhain optimiert

Kroetenschutzgitter in Stuttgart-Riedenberg Eichenparkstraße

Lochbleche auf den Schachteinläufen sollen verhindern, dass wandernde Kröten in Gullys fallen.

Stuttgart-Riedenberg … Das Maßnahmenpaket zum Krötenschutz an der Eichenparkstraße enthält seit diesem Jahr spezielle Abdeckroste für die Straßenabläufe („Gullys”). Die eigens dafür im Auftrag des städtischen Tiefbauamts angefertigten Lochbleche wurden am 2. März installiert. Sie verhindern, dass wandernde Kröten in Gullys fallen.

Die Warnschilder entlang des Eichenhains sind bereits aufgeklappt. Bei der Einmündung am Feigenweg warnt eine Abschrankung vor der abendlichen Krötenwanderung. Das Tempolimit wird für diese Zeit auf 10 km/h reduziert. Zudem wurden rund 30 Lochbleche fest mit Gullydeckeln im Wanderungsbereich der Amphibien verschraubt. Nach der etwa zehnwöchigen Wanderungszeit sollen sie zusammen mit den anderen Schutzmaßnahmen wieder abgebaut werden. Den Gesamtaufwand für den Krötenschutz am Eichenhain schätzt man im Tiefbauamt für 2015 auf knapp 5.000 Euro.

Schluckvolumen verringert

Die Gully-Roste werden dann beim Tiefbauamt eingelagert bis zum nächsten Jahr. Auf Dauer dürften sie nicht auf den Straßenabläufen bleiben, meint Johannes Kälber, auch wenn das den Aufwand reduzieren würde. Denn das „Schluckvolumen” würde durch die – zwar gelochte – Abdeckung „massiv beeinträchtigt”, sieht der in der Bauabteilung Neckar/Filder Gebietsverantwortliche durchaus einen Interessenkonflikt zwischen Kröten- und Hochwasserschutz. Deshalb werde man die neue Maßnahme auch aufmerksam beobachten. • mk