Einbrecher

Polizei gibt Tipps zum Einbruchschutz

Ostfildern … Am 30. Oktober beginnt die Winterzeit. Wenn die Nächte länger werden, beginnt auch wieder die Hochkonjunktur der Einbrecher. Diese nutzen gerade nach der Zeitumstellung die frühe Dunkelheit in den Abendstunden aus, um auf Beutezug zu gehen. Deshalb gibt die Polizei jetzt Tipps zum Vorbeugen.

Ein Großteil der Wohnungseinbrüche wird in den Nachmittags- und frühen Abendstunden verübt. Nicht nur, aber insbesondere in diesen Zeiten wird die Polizei mit Streifen und Kontrollen verstärkt präsent sein. Doch die Polizei allein kann Einbrüche nicht gänzlich verhindern. Hier ist sie auch stark auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen: Gekippte Fenster und Terrassentüren, unverschlossene oder gar offenstehende Hauseingangstüren, auch an Mehrfamilienhäusern, laden Diebe geradezu ein. Deshalb werden an verschiedenen Tagen, erstmals am Tag des Einbruchsschutzes, am 30. Oktober, Polizeibeamte des Referates Prävention und der Polizeireviere durch ausgewählte Wohngebiete gehen. Wenn sie an einem Gebäude Schwachstellen entdecken, sprechen sie die Bewohner direkt an, geben Tipps und Ratschläge.

Viele Einbrüche können durch richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik verhindert werden. Dass Präventionsmaßnahmen wirken, belegt der in den vergangenen Jahren stetig gestiegene Anteil der erfolglosen Einbruchsversuche. Immer mehr Täter scheitern offenbar an den Sicherungseinrichtungen der Wohnungen oder werden gestört. Schon durch einfache Maßnahmen kann jeder etwas für seine Sicherheit tun und seine Wohnung oder sein Haus technisch optimieren. Für die Einbrecher ist es wichtig, dass alles möglichst schnell geht. Leisten Fenster und Türen erheblichen Widerstand, geben die Ganoven ihr Vorhaben schnell auf. Gerade bei Neu- oder Umbauvorhaben lassen sich Sicherungsmaßnahmen kostengünstig umsetzen.

Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des – unter anderem für Ostfildern zuständigen – Polizeipräsidiums Reutlingen steht gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. Auf Wunsch kommt der Berater nach Hause, um vor Ort Vorschläge zu unterbreiten, wie Haus oder Wohnung wirksam gesichert werden können. Sämtliche Beratungen sind kostenlos. Sie erreichen die Geschäftsstelle der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle unter der Telefonnummer 07121 942-1202 oder per Email unter reutlingen.pp.praevention@polizei.bwl.de Außerhalb der Bürozeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet.

Darüber hinaus möchte das Polizeipräsidium auf die bundesweite Kampagne „K-Einbruch” hinweisen, die sich speziell mit der Prävention des Wohnungseinbruches befasst. Auf der Internetseite www.k-einbruch.de gibt es neben Verhaltenstipps auch produktneutrale Informationen zu geeigneter Sicherungstechnik. Des Weiteren kann man sich durch ein interaktives Haus klicken, das die Stellen an Haus und Wohnung aufzeigt, die besonders gesichert werden sollten.

Wer einige Tipps beherzigt, macht es den Einbrechern nicht ganz so leicht:

… Schließen Sie auch bei kurzer Abwesenheit Ihre Haus- und  Wohnungstüre immer ab. Denken Sie auch daran: Gekippte Fenster  sind offene Fenster.
… Verschließen Sie immer Balkon- und Terrassentüren und sichern Sie sie möglichst mit mechanischen Sicherungen.
… Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals außerhalb der Wohnung, denn Einbrecher kennen jedes Versteck.
… Rollläden sollten nur zur Nachtzeit und keinesfalls tagsüber geschlossen werden, schließlich wollen Sie nicht schon auf den ersten Blick ihre Abwesenheit signalisieren. Lassen Sie in ihrer Abwesenheit in verschiedenen Räumen das Licht brennen. Eine Zeitschaltuhr kann hier gute Dienste leisten.
… Beauftragen Sie jemanden, der bei längerer Abwesenheit den Briefkasten leert.
… Halten Sie in Mehrfamilienhäusern den Hauseingang auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie, wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner drücken, und achten Sie auf Fremde im Haus. Sorgen Sie dafür, dass Keller- und Bodentüren stets verschlossen sind.

… Und: Achten Sie auf verdächtige Personen, Fahrzeuge oder Fremde auf dem Nachbargrundstück. Sprechen Sie die Personen aber nicht an. Rufen Sie stattdessen bei verdächtigen Wahrnehmungen oder bei  Gefahr (Hilferufe, ausgelöste Alarmanlage) sofort über Notruf  110 die Polizei.

Quelle: Polizeipräsidium Reutlingen. Foto: www.k-einbruch.de.

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