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Rundgeschaut 11.5.2016

Gehört er zu Deutschland?

Gibt es eine Alternative für Deutschland? In der vorigen Woche ist eine Debatte neu in Gang gekommen, die uns vermutlich noch Jahre beschäftigen wird. Ob es ein Thema ist, das die Nation entzweit, wird sich noch erweisen. Aber fest steht: Es reicht tief in unsere Gesellschaft hinein. In den Familien, an den Stammtischen und natürlich auch in der Politik wird darüber diskutiert. Schließlich hat fast jeder schon einmal mehr oder weniger direkt damit zu tun gehabt. Und wie erste Zwischenergebnisse zeigen: Es gibt nur ein entweder-oder. Nichts dazwischen. Die Frage ist: Gehört er zu Deutschland? Oder nicht? Doch so einfach kann man es sich nicht machen! Die Debatte rührt an einer Grundsatzfrage: Ist eine Reduzierung möglich? Und wäre sie sinnvoll? Diejenigen, die sich für sein Aus stark machen, argumentieren mit deutlich zugenommener Kriminalität. Aber lässt sich kriminelle Energie so einfach lähmen? Wäre die positive Auswirkung auf unsere Sicherheit und auf unser Sicherheitsgefühl nicht vielleicht viel geringer als erwartet? Wie immer, wenn es um Gefühle, um Empfindungen, um Befürchtungen geht, lassen sich Wirkungen nicht präzise messen. Und vorhersagen schon gar nicht. Man kann es deshalb nur probieren und sich überraschen lassen, was am Ende dabei herauskommt. Wir werden sehen, ob er zu Deutschland gehört oder nicht. Abgeschafft wird er, so viel steht jetzt fest, der Fünfhundert-Euro-Schein.