Rundgeschaut

Rundgeschaut 3.8.2016

Sportverein mit Zukunft

Hat Sport im Verein noch eine Zukunft? Vielleicht haben sich die Vorstände der vier Sportvereine, die sich vor fünf Jahren zu „SportKultur Stuttgart” zusammengeschlossen haben, diese Frage nicht in dieser Form gestellt. Wohl aber haben sie darüber nachgedacht, ob Sport in jedem ihrer vier vergleichsweise überschaubaren Vereine noch eine Zukunft haben kann. Wie sie diese Frage damals beantwortet haben, ist bekannt, sonst hätte SportKultur jetzt nicht auf sein Fünfjähriges zurückblicken können. Dass die Zwischenbilanz so positiv ausfällt und zu weiteren Hoffnungen Anlass gibt, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Schritt zur Fusion genau der richtige war. Und warum war er richtig? Weil damit gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung getragen wurde. Und damit dem Sport im Verein eine Zukunfts­chance gegeben wurde. Denn wer heute erfolgreich sein will, muss Sportmarketing betreiben. Vereinsmeierei mit dem Clubwimpel auf dem Stammtisch – das war gestern. Heute wollen die Menschen sich nicht mehr in erster Linie an Gleichgesinnte binden, sondern ein breites Spektrum an Sportarten in Anspruch nehmen können. Ohne längere Verpflichtung. Trendsportarten müssen im Angebot sein, ebenso wie Angebote für Familien mit Kleinkindern, maßgeschneiderter Gesundheitssport, justiert auf eine Vielzahl von Wehwehchen, Betriebssport nicht in der Vereinsturnhalle, sondern im Büro der buchenden Firma. Gesteuert durch Manager. Mit dem Ohr am Markt. Trends antizipierend und stets bereits zur Innovation.