Verunglückter Radstreifen: Bezirksbeirat lehnt Vorschlag ab

Stuttgart-Wangen … Der wiederholt in die Kritik geratene Radstreifen entlang der Wasenstraße war am 20. Juli erneut Thema im Wangener Bezirksbeirat. Eigentlich wollten die Wangener einen sicheren Radweg von der Einmündung Weißensteiner Straße bis zur Inselbrücke haben. Bekommen haben sie ein „Radwegle”, das nach geschätzten 50 Metern in den anschließenden PKW-Parkstreifen übergeht. Bezirksbeiräte haben nicht nur einmal  bemängelt, dass die Radfahrt unvermittelt im Kofferraum des ersten parkenden Autos ihr Ende findet.

Radstreifen Stuttgart Wangen Wasenstrasse

Schlechte Karten für Radler – hier parken gleich zwei Autos auf dem Radstreifen.

Nicht weniger gefährlich ist es für den Radfahrer, wenn er der stehenden Gefahr ausweicht und in mehr oder weniger voller Fahrt auf die Fahrbahn der Wasenstraße fährt. Vielleicht sogar gefährlicher, als wenn er sich den kurzen Umweg über den neuen Radstreifen geschenkt hätte und gleich auf der Wasenstraße geblieben wäre. Unser Foto zeigt das tagtägliche Problem auf. Mehr noch: Wenn, wie im fotografierten Fall, unerlaubt sogar noch auf dem Radstreifen geparkt wird, dann können Radfahrer nicht einmal über die Rampe auf die Fahrbahn rollen, sondern haben die Qual der Wahl zwischen Vollbremsung und anschießender Überwindung des Bordsteins oder Weiterfahren auf dem Gehweg rechts von den parkenden Autos. Eine „ganz, ganz dappiche Situation”, wie Bezirksvorsteherin Beate Dietrich bereits am 20. April im Bezirksbeirat gegenüber Vertretern des städtischen Tiefbauamtes angemerkt hatte.

Als das Thema aufgrund eines CDU-Antrags nun erneut zur Sprache kam, wie bereits fünf Tage zuvor beim Stadtbezirksrundgang mit Bürgermeister Wölfle, zitierte Dietrich aus einer Stellungnahme der Stadt, die ihr mitsamt einer Planskizze zugegangen war. Danach soll der Radstreifen „um gut acht Meter verschoben” und eine Sperrfläche „zur Verdeutlichung des Parkverbotes” markiert werden. Das lehnten die Bezirksbeiräte aber in Bausch und Bogen ab. Daher wird das Thema weiter auf der Agenda bleiben.

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