Wangener Bürgerforum am 18. April

Stuttgart-Wangen … Zum viertel Mal treffen sich die Wangener zu einem Bürgerforum. Diesmal geht es um Nachbarschaft. Ein Thema, das man nicht abstrakt behandeln kann. Denn: Immer steht man dabei auch selbst im Mittelpunkt. Mit einer Bürgerumfrage wird die Veranstaltung derzeit vorbereitet. Das Interesse scheint groß zu sein.

Der städtische Dienst hat vor kurzem Briefe an alle Wangener Haushalte zugestellt. Darin: ein Schreiben von Beate Dietrich und ein Fragebogen. Die Bezirksvorsteherin – selbst Wangener Bürgerin – bittet ihre Mitbürger um Kommentare zum Thema Nachbarschaft. „Wir alle sind und haben Nachbarn” leitet sie ihre Überlegungen ein und sensibilisiert die Wangener damit gleich zu Beginn, auch über sich selbst nachzudenken. Und nicht bloß mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Drogeriemarkt gewünscht

Ausdrücklich bietet sie in ihrem Fragebogen 30 Wangener Einrichtungen an, über die die Bürger – als Nachbarn – nachdenken dürfen. Das Spektrum reicht vom Kindergarten über Schule und Kirchen bis zu Sportstätten, Kelter und Moschee. Zu allen angefragten Einrichtungen dürfen die Bürger angeben, ob sie sie kennen und wie regelmäßig sie bzw. ihre Familienangehörige sie nutzen. Zudem werden sie gefragt, was ihnen in Wangen am besten gefällt und was sie am meisten vermissen.

Ehemaliger Rew-Markt Stuttgart-Wangen Ulmer Straße 355

Zwei alte Einkaufswagen vor dem leerstehenden Laden erinnern noch an den alten REWE-Markt – das stört viele Wangener.

Rund 200 Antwortbögen hatte Beate Dietrich bis vor einer Woche bereits auf ihrem Schreibtisch liegen – ein gutes Zeichen bei rund 4.500 Haushalten. Und natürlich hat sie sich schon einen Überblick verschafft, über den WILIH mit ihr sprechen durfte. Wo drückt der Schuh? Die Wangener wünschen sich einen Drogeriemarkt, erkennt die Bezirksvorsteherin schon jetzt ein Top-Thema für das Bürgerforum. Und sie wissen auch schon, wo er sich ansiedeln könnte: Die ehemaligen REWE-Räume an der Ulmer Straße 355 stehen nämlich seit dem Umzug des Lebensmittelmarktes ins Herma-Areal Ende November 2013 leer.

Resolutionen verabschieden!

Lob bekommen die sanierte Kelter, die Wangener Höhe und die gute Versorgung Wangens mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Drei typische Beispiele dafür, dass sich Beharrlichkeit in der Kommunalpolitik und Zusammenhalt lohnen können. Gut gefällt den Wangenern offenbar die Michaelskirche, auch die Begegnungsstätte wird oft genannt. Generell wissen die Bürger die örtlichen Vereinsangebote und Veranstaltungen zu schätzen. Wangen wird auch und gerade wegen seines noch dörflichen Charakters, seiner Ursprünglichkeit und weil man sich kennt, geschätzt.

Für das Bürgerforum am 18. April beschriftet Beate Dietrich bereits fleißig Karten mit Schlagworten. Dabei bezieht sie sich auf überschaubare Quartiere, die eine Struktur vorgeben. Dass die Karten gelb sind, ist nicht – wie im Fußball – als Warnsignal zu verstehen. Allerdings sei schon geplant, nicht nur über Defizite zu lamentieren. Die verschiedenen Aktionsgruppen sollen „Resolutionen erarbeiten“, verrät die Bezirksvorsteherin. Und die sollen nach dem Bürgerforum vor allem via Bezirksbeirat zu den zuständigen Stellen transportiert werden. Damit sich die Nachbarschaft in Wangen noch weiter verbessert.

Antwortbögen abgeben!

Das 4. Wangener Bürgerforum wird am Samstag, 18. April im Eberhard-Ludwig-Saal der Wangener Kelter stattfinden (15 Uhr: Ulmer Str. 334). Von 15 bis 17 Uhr dürfen die Bürger – nach einer Einführung durch Beate Dietrich – an Aktionstischen über die Themen bzw. Quartiere diskutieren, für die sie sich zuständig fühlen bzw. interessieren. Danach wird ein erstes Fazit gezogen. Anschließend beschäftigen sich „Mustermann und die Motzlöffel” kabarettistisch mit dem Thema „Nachbarschaft”. Mit bekannten und neuen Nachbarn können die Bürger dann bei einer kleinen Stärkung und Getränken ins Gespräch kommen.

Wer seinen Fragebogen noch nicht abgegeben hat, darf dies nach wie vor tun. Antwortbögen bitte beim Bezirksamt am Wangener Marktplatz 1 abgeben oder in den Briefkasten stecken, via eMail an poststelle.wangen@stuttgart.de schicken oder an 216-57265 faxen. • mk