WILIH im Briefkasten

Wer macht eigentlich den WILIH? – Gedanken zum WILIH-Jubiläum

25 Jahre WILIH (1991-2016) … Auf den Tag genau vor 25 Jahren, am 17. Juli 1991, kam der erste WILIH heraus. Was einem vertraut ist, hinterfragt man nicht. Wenn also unsere Leser heute mittwochs ihren WILIH aus dem Briefkasten ziehen und mit ins Haus nehmen, dann werden sie sich in aller Regel nicht die Frage stellen, wie die Buchstaben aufs Papier gekommen sind. Gelegentlich wird aber doch mal jemand neugierig und fragt – sich oder uns: Wer macht eigentlich den WILIH? Was trägt und prägt den WILIH?

Hinter der Frage steckt nicht selten die Überlegung, dass bedrucktes Zeitungspapier doch meistens aus großen Bürotürmen und riesigen Produktionsanlagen stammt. Das ist auch beim WILIH der Fall. Zumindest was dessen Herstellung betrifft. Gedruckt wird der WILIH nämlich im Druckzentrum in Möhringen, dem Pressehaus, aus dem unter anderem die beiden Stuttgarter Tageszeitungen kommen. Aber als Auftragsarbeit in der dortigen Zeitungsdruckerei. Das Verlagsbüro, in dem die Druckdaten dafür entstehen, befindet sich seit 1992 in eigeen Räumen in Riedenberg. Zuvor war es in Heumaden.

Was ist heute ein Verlag? Keine einfache Frage! Auch im Jahre 2016 geht es um die Sammlung, Aufbereitung und Verbreitung von Informationen. Doch in einer Zeit, in der über soziale Netzwerke nahezu zeitgleich mit dem Ereignis bereits die Nachricht verbreitet wird, muss die Frage erlaubt sein, welchen Sinn es noch hat, Informationen auf Papier zu bringen – ein Blatt zu „verlegen”.

Zumal Zeitungsauflagen und Abonnentenzahlen seit Jahren schwächeln. Was ein Anzeigenblatt wie den WILIH allerdings weniger tangiert als ein verkauftes Blatt. Denn wer sein Blatt kostenlos verteilt, kann seine Auflage selber festlegen. Was übrigens auch davor schützt, der Versuchung zu erliegen, durch Sensationsberichterstattung die Auflage und damit die Verkaufserlöse zu steigern – durchaus mit ein Grund, warum Anzeigenblätter wie der WILIH bei ihren Lesern großes Vertrauen genießen. Ganz abgesehen davon, dass auch die vielen Vereine und ehrenamtlichen Initiativen hier ein Medium zur Verbreitung ihrer Botschaften finden. Direkt vor Ort, wo sie aktiv sind und wirken. Uns ist dies sogar besonders wichtig, denn bürgerschaftliches Engagement kommt unmittelbar uns allen zugute – deshalb verdient es auch mediale Anerkennung und rechtzeitige Information über Vorhaben und Veranstaltungen.

Geben und nehmen. Gesichert werden Auflage, Blatt und Verlag durch die Inserate der werbenden Kundschaft. Und die ist beim WILIH weit überwiegend vor der Haustüre des Verlages tätig. Nach dem Motto „All business is local” finden die ortsansässigen Einzelhändler, Handwerker und Dienstleister ihre Kunden natürlich vorwiegend in nächster Standortnähe. Genau dort werben zu können, ist also für die weit überwiegend mittelständischen Betreibe sehr wichtig.

Denn dort verkaufen sie ihre Waren und bieten ihre Leistungen an, dort machen sie ihr Geschäft, dort erzielen die Inhaberfamilien ihr Einkommen, wie auch die Familien von deren Mitarbeitern. Und dort wollen auch die Bürger „ihre” Infrastruktur haben und behalten. Es ist ein wechselseitiges Geben und Nehmen, man kennt sich und trifft sich auch privat immer wieder – sei es in Vereinen, bei Festen, im Ehrenamt oder in der Kommunalpolitik. Die Arbeit am eigenen Wohnort ist nicht anonym. Das Ortsgeschehen ist daher immer präsent und tagtäglich ganz konkret erlebbar.

Hier ist Heimat. Das Leben in einer überschaubaren Region zu erleben und nachzuerzählen, ist Aufgabe der WILIH-Redaktion. Dafür – wie auch für die Verlagsgeschäftsführung und die wöchentliche WILIH-Konzeption von A wie Anzeigenverkauf bis Z wie Zeitungsdruckvorbereitung – sind die beiden WILIH-Herausgeber Katja Lambertus-Kassen und Manfred Kassen zuständig. Da sie in Riedenberg nicht nur arbeiten, sondern auch wohnen, sind sie bei ihren Kunden natürlich auch selber Kunden und, sie nutzen die Einrichtungen und Angebote aus dem Redaktionsbereich selber, sie engagieren sich auch ehrenamtlich im WILIH-Land. Das WILIH-Land ist für sie Heimat.

Unterstützt werden sie von Susanne Baach, die seit einigen Monaten dem Team angehört, für die Kundenbetreuung zuständig ist und im Büro all’ das erledigt, was über die Woche so zu tun ist, damit es auch am nächsten Mittwoch wieder einen WILIH gibt. Weitere Unterstützung findet das WILIH-Team immer wieder auch durch Studenten oder Gymnasiasten, die bei Dateneingaben oder der Dokumentation helfen. Alles in allem arbeitet am  WILIH ein kleines Team, das mithilfe starker Partner in der Druckerei zuverlässig jede Woche einen frisch gedruckten WILIH auf den Markt bringt.

Wann ist das Produkt fertig? Letztlich vollendet wird unser Produkt „WILIH” durch fleißige Austräger. Denn nicht das bedruckte Papier ist das Endprodukt unserer Tätigkeit, sondern der im Briefkasten des Lesers steckende WILIH. Diese Aufgabe hat in unserem Auftrag die Firma Regiodirect übernommen, eine Konzerngesellschaft des Stuttgarter Pressehauses, in dem der WILIH gedruckt wird.

Daneben ist der WILIH auch online präsent. Auf unserer Webseite www.wilih.de steht unseren WILIH-Lesern nicht bloß die aktuelle Ausgabe auch als ePaper zur Verfügung, sondern auch ein umfangreiches Archiv vorheriger Ausgaben. Außerdem wird das Redaktionsangebot dort ergänzt durch Berichte unter der Rubrik Neues aus dem WILIH-Land. Darunter auch immer wieder Meldungen, die so aktuell sind, dass sie bis zur nächsten Druckausgabe des WILIH nicht warten sollten. Daher lohnt sich für alle am Ortsgeschehen Interessierten auch immer ein Blick auf wilih.de! Wer nichts verpassen möchte, kann sich sogar neue Meldungen sofort nach deren Veröffentlichung per eMail anzeigen lassen. Und dann jeweils entscheiden, ob die Meldung interessant ist und mit einem Klick zum Lesen angezeigt werden soll, oder ob sie jetzt nicht gelesen werden soll. Werbefrei, kostet nix, macht aber schlauer!

Information lebt vom Austausch. Deswegen ist WILIH natürlich auch bei Facebook präsent. Ein zusätzlicher Informationsservice für alle, die sozial vernetzt sind und sich so ganz schnell mit ihren Freunden über neueste Nachrichten austauschen können. Manchmal gelingt es uns sogar, eine tageszeitungsähnliche Aktualität bieten zu können. Dadurch ist der WILIH für unsere Leser noch wertvoller geworden, als wir uns das vor einem Vierteljahrhunder haben träumen lassen. Wer weiß, was die nächsten 25 Jahre noch alles bringen werden…

Ihre WILIH-Herausgeber Katja Lambertus-Kassen und Manfred Kassen