Der Warntag ist der Tag des inneren Schweinehundes
Wenn am 10. September um 11 Uhr alle Mobiltelefone auf einmal Radau machen, dann ist Warntag. Gewarnt wird eigentlich nicht, eher getestet. Ob das bundesweite Warnsystem so funktioniert, wie man dies in einer Notfallsituation erwartet. Die Warnung an sich ist aber nur die halbe Miete. Denn dann stellt sich für jede und jeden von uns ganz individuell die Frage, wie man auf einen Notfall vorbereitet ist. Keinerlei Vorbereitungen für den Ernstfall getroffen zu haben, ist eine Erkenntnis, die bei vermutlich den meisten von uns am Warntag aufpoppt wie das Dingdong zur vollen Stunde um elf Uhr. Die Erfahrung zeigt, dass der innere Schweinehund dann kurz aufheult, weil man ja eigentlich schon lange mal Vorräte anlegen, ein Notfallradio anschaffen, seine wichtigsten Daten auf einem Stick und in der Cloud abspeichern, Fotokopien der wichtigsten persönlichen Dokumente anfertigen, alle Schlüssel sortieren und beschriften und einen Notfallrucksack mit allem, was wichtig ist, neben die Garderobe stellen wollte. Merken Sie was? Der Warntag ist deshalb auch der Tag des inneren Schweinehundes. Bellt er weiter, weckt uns und hält uns wach? Oder schläft er wieder ein? Bis zum nächsten Warntag.
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