Die Sonne kann auch grausam sein

Frühsommerliches Wetter stärkt die Freude aufs und am Draußensein. Aber wie kleidet man sich jetzt richtig? In der Nachmittagssonne schleichen sich die Temperaturen bereits an die 30 Grad an. Doch sobald sich die Sonne gegen Abend verkriecht, wie auch am frühen Morgen, ist es mitunter noch empfindlich kühl. Erst recht, wenn Wind die Fühltemperaturen nach unten schickt und Erinnerungen an den Winter wachrüttelt. Schaut man sich um, was in diesen Tagen auf den „Laufstegen” am Straßenrand so alles präsentiert wird, merkt man rasch, dass diese Jahreszeit auch wegen der Fülle modischer Anregungen verlockend ist. Das Spektrum reicht vom bis oben geschlossenen wattierten Winteranorak bis zu knapper als knappen Tops und Hotpants. Während die einen ihre Sommerklamotten offenbar noch in hintersten Schrankgefilden versteckt halten und gewohnheitsmäßig zu dem greifen, was an der Garderobe ganz vorn hängt, haben die Mutigen unter den Sonnenhungrigen eiligst aus dem Kleiderschrank gezogen, was seit dem vergangenen Hochsommer Pause hatte und endlich wieder gezeigt werden möchte. Gnadenlos offenbart sich bei der frühjährlichen Outdoor-Premiere aber eine Eigenart von Textilien, die körperbetonend geschnitten sind und länger nicht mehr an die frische Luft durften: Eine lange Winterpause im Kleiderschrank bekommt ihnen augenscheinlich überhaupt nicht. Sie gehen beim Herumliegen im Schatten der Winterpullover offenbar gerne mindestens eine Kleidergröße ein. Die Sonne kann auch grausam sein: Sie bringt das dann ans Licht.

Rundgeschaut … Die WILIH-Kolumne


WILIH regelmäßig lesen und nichts mehr verpassen: Den wöchentlichen WILIH-Newsletter kostenlos abonnieren und immer kompakt informiert sein! Einfach hier klicken und gleich anmelden, dann bekommen Sie einmal in der Woche die Themen der Woche frei Haus! Abbestellung jederzeit möglich!