Kreuzkirche: Einblicke und Ausblicke

Stuttgart-Hedelfingen … Die Kreuzkirche steht bislang ein wenig im Schatten der Alten Kirche. Das soll sich ändern, denn auch sie ist ein Wahrzeichen von Hedelfingen. Deshalb öffnete sie am 29. September ihre Pforten. In drei Führungen durften jeweils 20 Wissbegierige die vier Glocken besichtigen und den Ausblick vom Kirchturm genießen.

Vier Glocken hat die Kreuzkirche. Die Älteste ist die Heimatglocke. Sie stammt aus dem Jahr 1930 und ist 401 Kilogramm schwer. Lutherglocke (560 kg) und Totenglocke (800 kg) stammen aus dem Jahre 1951. Die Dankglocke (1.360 kg) kam 1961 hinzu. Aller vier Glocken wurden in der Glockengießerei Kurtz (Stuttgart) gefertigt.

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Spenden für Renovierung der Orgel erbeten

Drei Führungen hatte der Förderverein für den letzten September-Samstagnachmittag organisiert. Der Verein, der vor knapp 24 Jahren gegründet wurde und sich seitdem um die Restaurierung der Alten Kirche (Amstetter Straße 7) kümmert, dehnte im vorigen Jahr per Satzungsänderung seinen Tätigkeitsbereich auf die Kreuzkirche (Amstetter Straße 25) aus. Die Orgel der in den Jahren 1929 bis 1930 im Bauhaus-Stil errichteten Kreuzkirche muss nun generalüberholt werden. Für den rührigen Förderverein ist dies Anlass, das Gotteshaus stärker in den Blickpunkt zu rücken, seine Besonderheiten bekannter zu machen und um Spenden für die mehrere Zehntausend Euro teure Orgelsanierung zu werben (Spendenkonto unten).

Die „rote Kirche“ mit dem umlaufenden Lichtband, welches das Dach scheinbar schweben lässt, ist regelmäßig im Rahmen von Führungen zu besichtigen. Aber Einblicke in den Glockenturm oder gar eine Turmbesteigung haben Seltenheitswert. Deshalb dürften die Besucher den 29. September in bester Erinnerung behalten – auch dank des strahlend blauen Himmels, der phantastische Ausblicke über Hedelfingen und die Umgebung des Neckarvorortes gestattete. Zuvor war im Gänsemarsch der rund 25 Meter hohe Turm zu erklimmen – vorbei an den vier Glocken sowie dem historischen Uhrwerk (1930) aus dem Hause Eugen Eisenhart, das aber nicht mehr in Betrieb ist.

Gestaffelte Führung und Konzert der Glocken

Die perfekt organisierte Führung ließ keine Frage offen. Zu Beginn führte Michael Wießmeyer auf der Empore mit einem bebilderten Überblick über die Geschichte der Kirchenglocken ins Thema ein. Anschließend informierte Eugen Schwarz anhand zahlreicher Fototafeln über die Kirchen in Hedelfingen und Rohracker und erläuterte das Wirken des Fördervereins, bevor Pfarrer Wilhelm Kautter beim Aufstieg die Glocken der Kreuzkirche näher vorstellte. Auf dem Turmplateau kommentierte schließlich Hedelfingens ehemaliger Bezirksvorsteher Hans-Peter Seiler die Ausblicke auf den Stadtbezirk. Ein Glockenkonzert mit David Gigauri zwischen der ersten und zweiten Turmführung rundete den gelungenen Nachmittag ab.

Spenden für die Orgelrenovierung in der Kreuzkirche erbittet der Förderverein auf sein Konto mit der IBAN DE29 6006 0396 0037 5860 09 bei der Volksbank am Württemberg. Informationen über die Alte Kirche und Kreuzkirche gibt es auf der Webseite www.alte-kirche.eu.

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