Sanierungsprojekte für Sportstätten in Ostfildern

Ostfildern … Der Gemeinderat Ostfildern hat in seiner letzten Sitzung des Jahres zwei wichtige Beschlüsse gefasst, die Anträge für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ nach sich ziehen.

Sowohl für das Hallenbad Nellingen als auch für den Sportplatz Kemnat werden Projektskizzen eingereicht. Für die ebenfalls sanierungsbedürftige Sporthalle II in Nellingen steht der entsprechende Beschluss noch vor Weihnachten in der Verbandsversammlung des Gymnasialen Schulverbands (GSV) an. Mit den drei Vorhaben möchte die Stadt wesentliche Sportinfrastrukturen modernisieren und fit für die kommenden Jahrzehnte machen.

Hallenbad Nellingen soll umfassend saniert werden

Das Hallenbad Nellingen, Baujahr 1969, ist aus dem öffentlichen Badebetrieb, dem Vereins- und Schulsport nicht wegzudenken. Nach mehr als fünf Jahrzehnten weist es jedoch gravierende bauliche und technische Mängel auf. Der Gemeinderat hat nun einstimmig entschieden, eine Projektskizze für die Teilnahme am Bundesprogramm einzureichen. Die geplante Sanierung ist umfassend und reicht von der energetischen Ertüchtigung von Dach und Gebäudehülle über die Modernisierung der Umkleiden bis zur Erneuerung sicherheitsrelevanter Anlagen wie Elektrik, Brandschutz und Notbeleuchtung. Auch Schwimmbecken, Sprungturm, Schwimmbadtechnik und die komplette Heizungsanlage müssen überarbeitet oder ersetzt werden. Der geschätzte Finanzbedarf liegt bei rund elf Millionen Euro.

Eine Sanierungskonzeption, die derzeit erarbeitet wird, soll in Kürze vorliegen und als Grundlage für den weiteren Fahrplan dienen. Bei einem positiven Bescheid im Interessenbekundungsverfahren müssten die Stadtwerke Ostfildern ab 2027 entsprechende Haushaltsmittel priorisieren.

Sportplatz Kemnat soll erneuert werden

Mehrheitlich beschlossen hat der Gemeinderat zudem die Einreichung einer Projektskizze für die grundlegende Sanierung des Sportplatzes in Kemnat. Ausgangspunkt ist die gemeinsame Bewertung des Zustands durch Verwaltung, Planungsfachleute und den Sportverein. Aufgrund notwendiger Sicherheitsabstände und normgerechter Spielfeldmaße muss das Spielfeld verlegt und in der Höhe angepasst werden. Diese Terrassierung ermöglicht einen regelkonformen Regenwasserabfluss.

Neben den Geländearbeiten sind die Neuerrichtung von Drainage und Bewässerung, die Sanierung von Wegen, Zugängen und Absturzsicherungen sowie die Erneuerung der Ausstattung vorgesehen. Das Gremium beschloss mehrheitlich, die ursprüngliche Planung eines Naturrasenplatzes abzuändern. Bei einer Förderzusage sollen in den kommenden Haushaltsjahren Mittel angespart werden, sodass die Umsetzung nach Fertigstellung der Pfingstweideschule erfolgen kann.

Beschluss zur Sporthalle II steht bevor

Vor Weihnachten wird auch der Gymnasiale Schulverband Ostfilder über die Teilnahme der Sporthalle II am Förderprogramm entscheiden. Die 1978 errichtete Dreifeldhalle dient als reine Trainingshalle für Schulen und Vereine. Feuchtigkeitsschäden im Hallenboden, undichte Dachbereiche, unzureichende Wärmedämmung sowie altersbedingt eingeschränkte technische Anlagen machen eine umfassende Generalsanierung notwendig.

Geplant sind eine energetische Ertüchtigung von Dach und Fassade, die Abdichtung von Fundament- und Sockelbereichen, die Erneuerung des Hallenbodens, Umbauten im Innenraum sowie die Sanierung aller haustechnischen Gewerke. Die Gesamtinvestition wird auf etwas mehr als sechs Millionen Euro geschätzt.

Ostfildern hofft auf Fördermittel des Bundes

Für die Planung ist ein gesetzlich geregeltes Auswahlverfahren nötig, da der Auftragswert über den Schwellenwerten liegt. Das Verfahren läuft in zwei Schritten ab: Zunächst können sich Planungsbüros bewerben und nachweisen, dass sie für die Aufgabe qualifiziert sind. Aus diesen Bewerbungen wählt der Verband geeignete Büros aus. In einem zweiten Schritt erarbeiten diese dann konkrete Angebote, aus denen schließlich das beste ausgewählt wird. Bei einem positiven Förderbescheid wären die Bauabschnitte in den Jahren 2027 und 2028 vorgesehen.

Mit den drei geplanten Projektskizzen nutzt Ostfildern die Möglichkeit, Fördermittel des Bundes für zentrale Sportstätten zu akquirieren. Ziel ist es, die Infrastruktur langfristig zu sichern, energetisch zu modernisieren und sowohl Schulen als auch Vereinen zukunftsfähige Bedingungen zu bieten.

Quelle: Stadt Ostfildern


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