Älter werden in Sillenbuch – welche Hilfen gibt es?

Stuttgart-Sillenbuch … Unsere Gesellschaft wird immer älter. Wer heute geboren wird, lebt im Durchschnitt fast 80 Jahre (Männer) beziehungsweise über 84 Jahre (Frauen). Vor hundert Jahren lagen die Werte noch bei etwa 56 (Männer) beziehungsweise knapp 59 Jahren (Frauen). Es liegt also auf der Hand, dass altersbedingte Einschränkungen zunehmend unser Leben bestimmen. Und dass viele Menschen sowie deren Familien dann Unterstützung benötigen – zum Teil über viele Jahre. Zumal es immer weniger Mehrgenerationenfamilien gibt, die die Pflege unter sich organisieren. In einer Großstadt schon gar nicht.

Dieses Thema treibt die Sillenbucher Bezirksbeiräte schon länger um. Jetzt haben sie begonnen, sich konkret mit dem Älterwerden in ihrem Stadtbezirk auseinanderzusetzen. Am 11. November geht es bereits mit einem Infoabend in Heumaden weiter. Und möglichst bald möchte der Bezirksbeirat einen „Runden Tisch” ins Leben rufen, der sich weiter mit dem Thema Älterwerden beschäftigen soll.

Runder Tisch geplant

Acht Vertreterinnen von Institutionen und Hilfsangeboten für Betroffene und deren Angehörige waren jetzt gekommen, um sich und ihre Organisationen am 20. Oktober in der öffentlichen Sitzung des Sillenbucher Bezirksbeirats vorzustellen. Damit startete das Stadtbezirksparlament in eine Debatte über das Älterwerden und die spezifischen Herausforderungen vor Ort. Allerdings mit Schwerpunkt ambulante Angebote (siehe Übersicht mit Links zu den jeweiligen Webseiten unten). Stationäre und teilstationäre Angebote wären in einem weiteren Schritt zu betrachten. Auf Anregung von Bezirksbeirat Ulrich Storz (SPD) beschloss der Bezirksbeirat einstimmig, einen „Runden Tisch” ins Leben zu rufen, der sich weiter mit dem Thema Älterwerden beschäftigen soll.

Nach ihren Vorträgen durften die Referentinnen die Versorgungssituation im Stadtbezirk Sillenbuch – mit Heumaden und Riedenberg – aus ihrer Sicht bewerten. Klares Signal: Es gibt noch viel Luft nach oben. Konkrete Wünsche: Der Stadtseniorenrat braucht dringend einen Raum für seine Sprechstunden im Stadtbezirk, außerdem werden neue Delegierte für den Bezirk gesucht. Aus der Nachbarschaftshilfe kam der Hinweis, dass die Info-Schaukästen in den Stadtteilen renovierungsbedürftig seien. Außerdem könnten höhere Aufwandsentschädigungen helfen, Ehrenamtliche zu finden und bei der Stange zu halten. In einigen Fällen kann vielleicht schon ein Zuschuss aus dem Sillenbucher Bezirksbudget helfen. Längerfristig muss das Thema aber fest im Stadtbezirk verankert werden. Auf Anregung von Bezirksbeirat Ulrich Storz (SPD) beschloss der Bezirksbeirat schließlich einstimmig, einen „Runden Tisch” ins Leben zu rufen, der sich umfassend mit dem Älterwerden im Stadtbezirk beschäftigen soll.

Vortrag „Active Aging” am 11. November in Heumaden

Konkret und zeitnah geht es weiter mit einem Vortrag über „Active Aging” am Donnerstag, 11. November, in Heumaden (19 Uhr: Gemeindesaal St. Thomas Morus, Korianderstraße 34, 3G mit Maskenpflicht). Der Altersmediziner Andrej Zeyfang von der Medius Klinik Ostfildern spricht über ein zukunftsträchtiges Thema: „Das Älterwerden erfolgreich meistern”. Anschließend findet eine Podiumsdiskussion mit dem Referenten und weiteren Experten statt. Der Eintritt ist frei. Wegen begrenzter Platzzahl (75 Plätze) wird um Anmeldung unter sillenbuch@stuttgart.de oder Telefon 0711 216-60882 gebeten

Älterwerden in Sillenbuch – Anlaufstellen, Kontakte und Hilfsangebote

Die Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Stadt Stuttgart ist für Menschen aller Altersklassen zuständig, setzt sich für Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und bei Gebäuden ein, organisiert das Rolli-Taxi und gibt mit einem Online-Stadtführer Orientierungshilfen für Stuttgart.

Der Bürgerservice Leben im Alter der Stadt Stuttgart bietet stadtweit mit einem Sozialarbeiter-Team kostenlose Beratung für Senioren ab 63 rund um alle Fragen zum Älterwerden. Für Heumaden, Riedenberg und Sillenbuch ist Stefanie Babo die örtliche Ansprechpartnerin.

Der Stadtseniorenrat bietet Sprechstunden an (momentan nicht in Sillenbuch), informiert insbesondere über Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht und bietet über eine Beschwerde- und Beratungsstelle Hilfe zur Selbsthilfe an. Vorträge gibt es zu Trickbetrug, Digitalisierung, medizinischen Themen und Blasenschwäche.

Die Nachbarschaftshilfe in Heumaden und Sillenbuch gehört zur katholischen Kirche und ist oft die erste Anlaufstelle für betreuungsbedürftige Senioren bis maximal Pflegegrad 1. Ihre Aufgaben sind die Begleitung zu Terminen, Entlastung von Angehörigen, Hilfe im Haushalt und Pflege sozialer Kontakte.

Die ASB Tagespflege Heumaden bietet in kernsanierten und modernisierten Räumen an der Bernsteinstraße 128 bis zu 20 Senioren von Montag bis Freitag tagsüber ein zweites Zuhause mit Betreuung, Unterhaltung und Pflege (Pflegestufen 0 bis 5). Es gibt einen Hol- und Bringdienst und täglich frisch zubereitete Mahlzeiten.

Der ökumenische Pflegebereich Sillenbuch bietet neben der gesamten Palette an Betreuungs- und Pflegeleistungen auch eine Montagsgruppe für Demente an (auch für den Lederberg), die von einer Pflegeperson mit langjähriger Demenzerfahrung geleitet wird. In Hedelfingen gibt es einen eigenen Pflegebereich für Frauenkopf, Rohracker, Hedelfingen und Wangen.

wilih.de liefert zur Information gleich die passenden Links – danke fürs Weiterempfehlen!

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