Black Friday for Future

Der vorige Freitag war ein besonderer Freitag. Obwohl er nicht einmal ein „Freitag, der Dreizehnte“ war. Für alle, die die Welt noch eine Weile erhalten möchten – möglichst ohne Hitze, Dürre, Flut oder Atemnot – und bereit sind, dafür zu streiten, auf die Straße zu gehen, neue Konzepte zu entwickeln, strengere Regeln zu akzeptieren und – ja – auch Verzicht zu üben, war es wieder einmal ein „Friday for Future“. Für alle, die es nicht so schön finden, wenn für hemmungslosen Konsum allzu viel Geld von ihrem Bankkonto verschwindet und die sich hin und wieder oder auch ständig gerne „etwas gönnen“, vor allem wenn das angeblich so wenig kostet wie nie zuvor und wohl auch nie wieder in der Zukunft, war der „Black Friday“ ein Feiertag. Während die Klimaaktivisten mit schwarzseherischen Plakaten und Bannern an die – vielleicht nicht überall – frische Luft gingen, jagten die Konsumklimaaktivisten dieser Welt durch die Regalreihen von Discountern und Fachmärkten mit ihren bunten Preisschildern und Sonderangeboten, die dank Ansetzen des – ausgerechnet – Rotstifts mit hohen, höheren und höchsten Rabatten lockten. Nach einem zu weiteren Einkäufen anregenden Wochenende auf einem der zahlreichen Weihnachtsmärkte konnte dann am „Cyber Monday“ online weiter geshoppt werden, als gäbe es kein morgen. Das Weihnachtsgeschäft ist eröffnet. Zumindest beim Konsum ist jetzt das Klima prima.

Rundgeschaut … Die Seite 3 Kolumne aus dem WILIH … 4.12.2019

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