Es lebe das Rätselheft!

Es ist Sommer. Wer sich vor einigen Tagen noch über Temperaturen beschwerte, die als für die Jahreszeit untypisch gering gelten, der darf nun darüber meckern, dass man schwitzt. Tja, das kommt vor im Sommer. Es ist aber nicht nur Sommer, es sind auch Ferien. Formerly known as „schönste Zeit des Jahres”. Doch im Sommer 2021 sind die Ferien irgendwie anders, speziell, bäh. Warum? Weil wir durch Fernsehbilder über brennende Wälder oder überflutete Dörfer geschockt werden? Oder weil uns nun endlich deutlich wird, dass der von uns Menschen erzeugte Klimawandel daran schuld ist? Und wir das eigentlich gar nicht so gerne hören wollen? Denn: Was bedeutet das in der Konsequenz? Dass wir uns einschränken müssen? Beim Reisen womöglich? Ja, wer will sich darüber ausgerechnet in der Urlaubszeit wirklich Gedanken machen? Und wenn: Was kann man selbst denn konkret tun, um die Welt zu retten? Wenn uns das wenigstens die Politiker aufzeigen könnten, die sich momentan im Bundestagswahlkampf befinden! Und die ja eigentlich vor Ideen nur so sprühen müssten. Stattdessen stören sie mit unsäglichen Skandälchen von der Qualität des sprichwörtlichen in China umgefallenen Sacks Reis die gedankliche Beschäftigung mit wirklich Wichtigem. Und dann ist da ja noch Corona! Immer noch. Eine intellektuelle Herausforderung, der man sich immer weniger gern stellt. Wer hat denn schon Lust darauf, stets neue Regeln auswendig zu lernen? In früheren Urlauben, als einem das Leben noch nicht so viele Rätsel aufgab, trainierte man sein Gedächtnis mit Rätselheften. Die gibt es übrigens nach wie vor. Nur so als Anregung – für den Rest des Sommers, den Rest der Ferien, den Rest des Lebens.

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