Feuerwehr Heumaden – Ehrungen und Beförderungen

Stuttgart-Heumaden … „Im Schnitt alle 14 Tage wurde die Feuerwehr Heumaden 2020 alarmiert. Das sind im Zehnjahresvergleich überdurchschnittliche Einsatzzahlen (25 zu 22)“, berichtete Abteilungskommandant Harald Schmidt am Samstag, 28. August, bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr.

Mit 13 Alarmierungen überwogen Einsätze mit dem Alarmstichwort „Technische Hilfeleistung“. Am 10. Februar wurden die Auswirkungen von Sturmtief Sabine an insgesamt neun Einsatzstellen über den ganzen Tag abgearbeitet. Die Fahrzeuge waren noch nicht lange wieder eingerückt, als die Wehr um 17.42 Uhr zu einem Dachstuhlbrand gerufen wurde. Noch während der Anfahrt der ersten Feuerwehrkräfte gingen über den europaweiten Notruf 112 weitere Anrufe ein, so dass die Leitstelle die Alarmstufe auf einen zweiten Alarm erhöhte und weitere Kräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr entsandte.

„Bei unserem Eintreffen schlugen die Flammen bereits aus der Dachgeschosswohnung“, erinnerte sich Abteilungskommandant Schmidt, der an diesem Abend als Zugführer mit dem ersten Löschfahrzeug vor Ort war. Zügig zogen die Einsatzkräfte ihre Schläuche mit Löschrohren ins Gebäudeinnere und bekämpften unter Atemschutz den Brand, der sich schon in den Dachraum ausgebreitet hatte. Zusätzlich unterstützten zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr die ehrenamtlichen Kräfte. Hand in Hand löschte man mit drei Rohren im Innenangriff und zwei Löschrohren von außen den Gebäudebrand. Alle fünf Bewohner konnten zuvor über die Treppe das Gebäude verlassen, wobei sich der Bewohner der Dachgeschosswohnung eine leichte Rauchvergiftung zugezogen hatte. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte das weitere Ausbreiten des Feuers vermieden und der Brand zügig gelöscht werden.

Schon um 18.15 Uhr kam der Funkspruch „Feuer aus!“. Jedoch waren noch umfangreiche Nachlöscharbeiten zu leisten, so dass die Durchgangsstraße noch einige Zeit für den Verkehr gesperrt war. Neben den 67 Einsatzkräften der Feuerwehr und acht Einsatzkräften des Rettungsdienstes waren weitere Kräfte der Schutz- und Kriminalpolizei und des Stromversorgungsunternehmens vor Ort. „Die Einsätze an diesem Februartag sind ein gutes Beispiel für das bei der Feuerwehr Stuttgart gelebte ssv-Prinzip“, erklärt Schmidt. Das bedeutet, dass die Freiwillige Feuerwehr dann zum Einsatz kommt, wenn sie schneller, spezieller oder verstärkend wirken kann. „Bei den Sturmschäden tagsüber waren wir verstärkend tätig,“ erläuterte Schmidt „Abends konnte durch unser schnelles Eintreffen und den sofort vorgenommenen Innenangriff ein offener Dachstuhlbrand verhindert werden.“

Am Nachmittag des 11. Oktober 2020 wurde die Abteilung um 15.18 Uhr zu einem PKW-Brand in einer Tiefgarage an der Bernsteinstraße alarmiert. Die zuerst alarmierten Feuerwehreinheiten konnten schon über viele Kilometer eine große Rauchsäule sehen, was bereits bei der Anfahrt zu einer nochmaligen Erhöhung der Alarmstufe (3. Alarm) führte. Atemschutztrupps der zuerst eingetroffenen Kräfte (Berufsfeuerwehr,Feuer- und Rettungswache 5 Filder, und der Abteilung Heumaden) konnten das Feuer schnell lokalisieren und unter Kontrolle bringen. Andere Einheiten kontrollierten die angrenzenden Gebäude und unterstützen die erst eingetroffenen Kräfte. Ein Pkw (mit konventionellem Antrieb) sowie ein Motorrad verbrannten komplett, mindestens acht Pkw waren von Hitze und Ruß beaufschlagt. An der Garagendecke entstanden durch die Hitze leichte Betonabplatzungen. In Summe mindestens 250.000 Euro Sachschaden.

Neben den beiden Großfeuern ging es im Laufe des Jahres auch zu einer Tierrettung. Ein Kätzchen wurde aus einem Schneefanggitter gerettet und zu einer Gasausströmung. Aber auch Heimrauchmelder und Starkregeneinsätze gehörten zum Einsatzspektrum des vergangenen Jahres.

Trotz der pandemiebedingten erheblichen Einschränkungen konnten fünf Feuerwehrleute 2020 vier Lehrgänge besuchen. Der Übungsdienst wurde zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft in den Phasen des Lockdowns ausgesetzt. Das abteilungsinterne Ausbildungskonzept wurde in festen Kleingruppen im Rahmen des Möglichen umgesetzt, so dass die Abteilungsleitung mit dem Ausbildungsstand der 54 aktiven Mitglieder der Wehr zufrieden ist.

Fabian Held und Annika Schmidt wurden von Abteilungskommandant Harald Schmidt zu Feuerwehrmann beziehungsweise -frau befördert. Jona Reuer ernannte Schmidt zum Oberfeuerwehrmann, und Dennis Wochner durfte sich über die Beförderung zum Löschmeister freuen.

Die Floriansmedaille der Landeshauptstadt Stuttgart für 40-jährige Mitgliedschaft erhielt Hauptfeuerwehrmann Klaus Flaig. Oberfeuerwehrmann Markus Büchner, Oberbrandmeister Adrian Mehler, Hauptfeuerwehrfrau Katja Neubauer, Löschmeisterin Britta Reißer und Brandmeister Kai Strobelt wurden für 20-jährige Mitgliedschaft mit der Floriansmedaille in Silber vom Kommandanten der Feuerwehr Stuttgart, Dr. Georg Belge, ausgezeichnet.

Foto oben: Geehrte und Beförderte mit dem Kommandanten der Feuerwehr Stuttgart, Dr. Georg Belge, dem Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbands Stuttgart, Thomas Häfele und Abteilungskommandant Harald Schmidt. Auf dem Bild fehlen: Kai Strobelt, Fabian Held und Annika Schmidt.

Quelle, Foto und weitere Informationen: Freiwillige Feuerwehr Heumaden.

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