Ostfildern kommt bei Digitalisierung voran
Ostfildern … Die Digitalisierung der städtischen Dienstleistungen geht zügig voran. Daniel Sperle von der Stabsstelle Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung der Stadt Ostfildern hat kürzlich im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats von den Fortschritten berichtet.
Vor etwa einem Jahr startete die Stadt eine Strategie zur Digitalisierung und damit auch Modernisierung des Verwaltungshandelns. Unter der Federführung der dafür eingerichteten Stabsstelle Digitalisierung sollen schrittweise alle Bereiche der Verwaltung unter dem Aspekt der Nutzung digitaler Technologien für die angestrebte Verwaltungsvereinfachung und Entbürokratisierung überprüft werden.
Wie Daniel Sperle von der Stabsstelle im Verwaltungsausschuss berichtete, wurden dabei in den vergangenen Monaten Machbarkeitsstudien durchgeführt, aufgrund derer Rahmenbedingungen und die benötigten Ressourcen für die Digitalisierung unterschiedlicher Fachbereiche definiert wurden. Dabei wurden die Dringlichkeit und Bedeutung, der zu erwartende personelle und sachliche Aufwand sowie der Nutzen der Digitalisierung verschiedener Bereiche betrachtet und im Anschluss erste konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht.
Dabei waren einige Fortschritte zu verzeichnen, berichtete Sperle. So sind bereits etliche Dienstleistungen im Bereich des Bürgerservice digitalisiert und manches dadurch wesentlich vereinfacht worden. „Seit dem 1. Januar 2025 müssen Bauanträge digital eingereicht werden. Die Möglichkeit, die Anträge oder andere Dokumente auch digital zu unterschreiben und zu siegeln, hat aber gefehlt. Es war weiterhin die Papierform nötig, also ein Medienbruch im digitalen Bauamt. Nun haben wir Online-Formulare entwickelt und eine E-Signatur, die einer handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt ist. Die Digitalisierung funktioniert hervorragend“, beschrieb Sperle einen der auch für die Bürger spürbaren Erfolge.
Damit das Angebot digitaler Dienstleistungen tatsächlich auch zu einer Verwaltungsvereinfachung führt, muss intern eine zentrale Plattform geschaffen werden. Damit können – zumal bei Vorgängen, die mehr als eine Fachabteilung betreffen – alle mit der Sache befassten Beschäftigten unkompliziert zusammenarbeiten. Ein Pilotprojekt läuft, die vollständige Umsetzung soll in Kürze abgeschlossen werden, schilderte Sperle.
Für das laufende Jahr werden derzeit weitere Vorhaben vorbereitet. So sollen sämtliche Akten, die bislang noch in Papierform vorhanden sind, vom Posteingang über die Sachbearbeitung bis hin zu alten Aktenbeständen schrittweise digitalisiert werden. Die interne Kommunikation soll vereinfacht, Konferenzen in Präsenz sollen dort, wo es sich anbietet, in „digitale Besprechungsräume“ überführt werden. Im Bereich der Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern und zur Beantwortung von Anfragen soll die Anwendung Künstlicher Intelligenz ausgebaut werden. „Bei KI werden wir weiter voranschreiten“, sagte Sperle.
Auf eine Nachfrage aus dem Gremium hin betonte er, dass bei dem gesamten Projekt auf „digitale Unabhängigkeit“ geachtet werde. „Wir schauen, dass wir europäische Anbieter nehmen, um sicher unterwegs zu sein“, sagte Sperle.
Der Erfolg der Digitalisierung der Verwaltung hängt entscheidend von der Weiterbildung der Beschäftigten ab. So sollen die Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwar auch in Präsenzschulungen vor Ort erweitert werden. Deutlichen Vorrang soll jedoch die Fortbildung in „digitalen Lernräumen“ auf einem sogenannten E-Campus haben. „Ziel ist dabei, Ressourcen zu sparen und dazu das Selbststudium zu fördern“, erklärte Sperle.
„Wir sind mit einem großen Paket gestartet und können feststellen, dass wir auf einem guten Weg sind“, kommentierte Erster Bürgermeister Andreas Rommel den Bericht. Allerdings müsse weiterhin darauf geachtet werden, alle Beschäftigten in der Verwaltung in dem Prozess mitzunehmen. „Nur so gelingt es, weiterhin erfolgreich zu sein“, betonte Rommel.
Quelle: Stadt Ostfildern
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