Speidelweg bis November gesperrt – Bleibt es dabei?

Stuttgart-Rohracker/Frauenkopf … Der Mauerbau am Speidelweg kommt voran. Schnell genug, um eine Wiederöffnung der Straße zum geplanten Termin zu ermöglichen? Die Verbindung zwischen Rohracker und dem Frauenkopf ist seit einem halben Jahr unterbrochen. Bis in den November. Bleibt es dabei?

Die Straßensperrung ärgert die Bürger. Vor allem in Rohracker fühlt man sich abgehängt. Beim OB-Besuch in Hedelfingen sprach Peter Bach, Bezirksbeirat der CDU, die Sperrung an. Obwohl das Thema gar nicht auf dem Besuchsprogramm des Oberbürgermeisters stand. OB Frank Nopper sprach sich immerhin gegen eine dauerhafte Sperrung des Speidelwegs aus – eine Idee vom Frauenkopf. Zur laufenden Mauerbaustelle und der monatelangen Straßensperrung gab es nur ein Achselzucken.

Sperrung schon zweimal verlängert

Wird die Weinbergmauer wenigstens im November endlich fertig? So lange ist der Speidelweg noch gesperrt. Erst sollte die Baustelle „bis Ende Juni 2026” dauern – das Schild steht noch immer am Speidelweg. Dann wurde bis September verlängert, schließlich bis in den November. Zwar ist an der Baustelle seit August ein Fortschritt erkennbar. Doch ein geschätztes Drittel der Mauer fehlt immer noch. Reicht dafür ein knapper Monat?

Bei der Baustelle handelt es sich um ein privates Projekt. Dies betont die Stadt Stuttgart immer wieder, auch jetzt. Dennoch hat sie dem – nicht von ihr – beauftragten Bauunternehmer offenbar nahegelegt, sich nicht mehr gegenüber der Presse zu äußern. Während er im August noch über den Baufortschritt informierte (WILIH-Bericht hier), reagierte er nun auf unsere Anfrage schmallippig: „Die Verkehrsbehörde der Stadt Stuttgart möchte alle Anfragen den Speidelweg betreffend selbst beantworten.”

Aufhebung der Sperrung zum 7. November von der Stadt „als möglich beurteilt”

Die städtische Antwort liest sich so: „Nach gegenwärtiger Einschätzung verlaufen die Bauarbeiten planmäßig, sodass eine Aufhebung der Straßenvollsperrung zum 07.11. als möglich beurteilt wird. Diese Angabe ist jedoch vorläufig und abhängig vom weiteren Baufortschritt und möglichen unvorhergesehenen Ereignissen.” Also: Es kann auch noch ganz anders kommen?

Der von der Stadt jetzt als Schlusstermin genannte 7. November, ein Samstag, liegt eine Woche vor dem im August vom Bauunternehmer genannten Datum – Montag, 16. November. Die Stadt schränkt ihre „Einschätzung” vorsichtshalber ein: „Nach Ende der Sperrung sind noch Restarbeiten durchzuführen, für die weiterhin Straßenraum benötigt wird – die Baustelle ist demnach danach noch nicht ganz weg.” Die Sperrung aber schon?

Für Ideen und Beschwerden von Bürgern bietet die Stadt Stuttgart an, eine „Gelbe Karte” an die Verwaltung zu schicken. Das geht ganz einfach online: hier.


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2 Kommentare zu „Speidelweg bis November gesperrt – Bleibt es dabei?“

  • Benjamin Schuster

    @Bodo: Ihre Argumentation finde ich doch ein wenig verwunderlich. Sie schreiben ja selbst, das es größere Umwege oder eben einer längeren Fahrzeit bedarf, solange der Speidelweg aufgrund der Baustelle nicht befahren werden kann. Was daran erstrebenswert sein soll, denn so verstehe ich ihren Kommentar, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Dass diese Straße und gerade auch diese Ecke problematisch ist und es dort immer wieder zu brenzligen Situationen kommt und das nicht gerade eine Autobahn ist, darüber gibt es glaube ich bei niemanden irgendwelchen Zweifel. Und wenn ein Schild für die Geschwindigkeitsbegrenzung fehlen sollte, dann wäre ja die praktikabelste Lösung, dieses zu erneuern. Oder falls erforderlich, aufgrund der örtlichen Gegebenheiten auch eine abweichende Geschwindigkeitsbegrenzung festzusetzen. Aber dauerhaft größere Umwege und längere Fahrzeiten zu fordern, beziehungsweise als positiv zu bewerten, das kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Jetzt eine etwas zynisch klingende Frage hinterher geschoben: Bekommen sie Ihre Paketsendungen von Amazon und Co. eigentlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln? Oder kommt ihr Handwerker, den sie für eine wichtiger Reparatur an Haus oder Wohnung benötigen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln? Wenn er das nämlich nicht tut, dann bezahlen sie für die längere Anfahrtzeit. Aber eben nicht nur sie, sondern alle. Für mich als Fazit: natürlich kann es richtig und wichtig sein Straßen aus verschiedenen Gründen für den Durchgangsverkehr zu sperren. Überhaupt keine Frage. Aber dafür sollte es eben handfeste und wichtige Gründe geben. Aus ihrem Kommentar kann ich keine erkennen.

  • Bodo

    Die Sperrung hat auch ihre guten Seiten. Keine breiten SUVs, Sprinter, LKWs, Doppelstockbusse, normale Reisebusse (mit und ohne Fahrgäste) befahren diese nicht überwachte einspurige Fahrbahn. Mit jeder Reparatur wurde/wird die Fahrbahn leider immer breiter und damit attraktiver.Schauen Sie sich nur die zur Seite gedrückten bzw. bei Reparaturen versetzten Leitplanken an. Ein unterhalb der jetzigen Baustelle schon länger verschwundenes 30 km/h-Schild wurde nie ersetzt. Sie sollten mal erleben, wie es ist, mit Tempo 30 auf dieser Straße zu fahren. Auch ich muss Umwege in die Stadt oder auf die Fildern fahren. Und mit dem ÖPNV kommt man auchgut und entspannt in die Stadt.
    Das Motto der Stadt zu dem allem natürlich: „einfach weiter so“.

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