Was denkt wohl der Wal über seine Retter?
Seit Anfang März beherrscht ein Buckelwal die Schlagzeilen. Fast so lange wie der Irankrieg bereits dauert. Was wurde nicht alles ausprobiert, um den armen Wal wieder auf Kurs zu bringen: eine Meeresschutzorganisation, das Deutsche Meeresmuseum, die Wasserschutzpolizei, das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern, es gab einen Versuch mit Walgesängen unter Wasser, Taucher waren im Einsatz, Tierschützer, Influencer – und nun versucht sich an der schier unlösbaren Aufgabe auch noch eine private Rettungsinitiative, die sogar eine Pressesprecherin hat. Oder hatte, weil sie angeblich zurücktrat und dann von ihrem Rücktritt zurücktrat, so genau weiß man das aus der Ferne nicht zu beurteilen, es ist eigentlich auch nicht wichtig. Aber man kann sich mitunter des Eindrucks nicht erwehren, dass die Sorge um den Buckelwal in den Gezeiten der Eitelkeiten zu verschwimmen droht. Der Qual-Wal stellt die Menschheit aber auch wirklich auf die Probe: In Netzen verheddert, auf einer Sandbank gestrandet, von selbst befreit, wieder aufgesetzt, befreit, weggeschwommen, gestrandet… und so weiter… immer wieder mobilisiert, geschwächt, gestresst, krank, totgeredet… Doch immer noch da. Was denkt wohl der Wal über seine Retter? Vielleicht kann ein Walflüsterer ihm diese Frage mal flüstern. Die Antwort eines Dolmetschers für Wal-Gebärden lesen wir dann hoffentlich im Live-Ticker.
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