Zeitgeistig wünschen

Was sollen wir uns zu Weihnachten wünschen? Vor allem im Hinblick auf die ständig zunehmende Zahl von zu Beschenkenden, die angeblich alles haben, eine schwierig zu beantwortende Frage. Gefährich übrigens ist der Wunsch: „nichts!“ Diesen Versuch, dem Konsumzwang zu entfliehen, haben findige Produzenten – von was, wird hier nicht verraten – schon genutzt, um ihre Erzeugnisse für diese Zielgruppe mit dem Produktnamen „Nichts“ zu versehen. Aber was sonst käme in Betracht? Eine virtuelle Tüte voller Facebook-Likes vielleicht? Oder für den Snob ein unsichtbares Tattoo? Fair gehandeltes Futter fürs vegane Haustier? Für den ambitionierten Heimwerker ein Do it yourself-Nachrüst-Set für den alten Diesel? Oder wie wäre es mit einem E-Laubbläser, der weder Krach macht noch Feinstaub aufwirbelt? Darüber würden sich die Nachbarn gleich mitfreuen. Oder für Raucher, die nur sich, aber nicht die ganze Welt vergiften wollen und ihre plastikhaltigen Kippen für eine geordnete Müllverbrennung vorsortieren, statt sie via Gully ins Meer zu expedieren: ein Aschen­becher „to go“?! Und dann wäre da auch noch die Frage nach zeitgeistigem Weihnachtsschmuck. Wer sich noch nicht schlüssig ist, ob „der“ Baum, „die“ Tanne oder „das“ Jahresendgewächs die gute Stube zieren soll, dem seien zum Schmücken Gendersternchen empfohlen. Für Erleuchtung sorgen natürlich sparsame LEDs.

Rundgeschaut … Die Seite 3 Kolumne aus dem WILIH … 5.12.2018

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