Zum ersten fußballfreien Tag dieser WM

Der 8. Juli ist der erste fußballfreie Tag dieser WM. Alle, die ihrem Fernseher mal einen Tag Pause gönnen wollen und keinen Bock auf eine der unzähligen Krimi-Wiederholungen haben, nutzen die Gelegenheit für eine eintägige Trinkpause und ein paar hintergründige Gedanken. Zum Beispiel könnte man mal den würdigen, über den viel zu selten gesprochen wird, obwohl er doch eigentlich die Hauptrolle spielt – den Ball. Ob es um das Spiel mit oder gegen den Ball geht: Immer noch lassen Fußballreporter gerne gegen das „Leder” treten. Keine Ahnung, welche Geräte sie dabei im Sinn haben. Vielleicht die legendären Medizinbälle von Felix Magath? Das „Spielgerät” – auch ein gern benutztes Synonym – der aktuellen Fußballweltmeisterschaft verfügt jedenfalls über den geringstmöglichen Lederanteil – nämlich null Prozent. Vielmehr haben für das kugelförmige Wunderwerk der modernen Chemie namens „Trionda” unter anderem jede Menge Polyester sterben müssen. Streng genommen sogar Polyesterleichen, denn die im Innenteil des Nicht-Leders verarbeiteten Kunstfasern sind recycelt. Das allerdings zu hundert Prozent. Zum Nachlesen, wen‘s näher interessiert: hier. Auch wenn das Fußballexperten in Verzückung geraten lässt: Den Ball – wahlweise rechts oder links, das ist egal – „ins Toreck zu nageln”, empfiehlt sich aber trotz aller Qualitätsvermutungen nicht. Sehr wahrscheinlich ist dann nämlich recht schnell „die Luft raus”.

Rundgeschaut … Die WILIH-Kolumne


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