Systembauten Stuttgart

Amstetter Straße: Stadt plant Systembauten für 156 Flüchtlinge

Stuttgart-Hedelfingen … Zwischen neuem Spielplatz und Elektro Eifler an der Amstetter Straße möchte die Stadt Stuttgart von der SWSG zwei zweigeschossige Systembauten für zusammen 156 Flüchtlinge errichten lassen. So sieht es ein Beschlussantrag der Verwaltung an den Gemeinderat vom 7. April vor. Die Entscheidung über die betreffende Standort-Tranche 6 A zur Flüchtlingsunterbringung fällt am 12. Mai.

Die Stadt Stuttgart will das mit etwa 3.000 Quadratmetern bezifferte Grundstück pachten – für zunächst fünf Jahre mit einer Verlängerungsoption um weitere fünf Jahre. Sie strebt eine Inbetriebnahme der Systembauten Anfang 2017 an. Wann die Hedelfinger Turnhalle geräumt und wieder ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt werden kann, steht derzeit noch nicht fest.

Standort für Systembauten für Flüchtlinge Stuttgart Hedelfingen Amstetter Straße

Zwischen B 10 und Amstetter Straße möchte die Stadt zwei Systembauten für Flüchtlinge errichten lassen.

Nach der Einbringung des Vorhabens im Gemeinderatsausschuss für Wirtschaft ud Wohnen am 8. April und den Beratungen in den betroffenen Bezirksbeiräten starten am 29. April die Vorberatungen in den zuständigen Gemeinderatsausschüssen. Die Abstimmung ist für den 12. Mai in der Vollversammlung des Stuttgarter Gemeinderats vorgesehen. Im Hedelfinger Bezirksbeirat soll das Projekt am 19. April beraten werden.

Kai Freier ordnete in einer ersten Stellungnahme kurz nach Veröffentlichung des Vorhabens die Auswirkungen auf den Stadtbezirk ein. Der Hedelfinger Bezirksvorsteher sieht den Bezirk – der bislang über eine große und zwei kleinere Unterkünfte verfügt – noch nicht an der Belastungsgrenze und zeigt daher Verständnis für die Planung der Stadt. Gleichwohl sieht Freier die dichte Bebauung am Ortsrand als möglichen Kritikpunkt. Immerhin handele es sich um Wohngebäude (Prinzipbeispiel siehe Abbildung oben) und kein Containerdorf, gibt der Ratshauschef zu bedenken, und hofft auf eine verträgliche Einordnung des Standorts. Zudem sei die ausgewählte Adresse einigermaßen zentrumsnah und gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Kai Freier hofft sehr, dass sich die örtlichen Freundeskreise auch an der Amstetter Straße „so klasse engagieren” werden wie bisher im Stadtbezirk und noch weitere Mitstreiter finden.

Abbildungen: Stadt Stuttgart.

Mehr hierzu im WILIH vom 13.4.2016 – ab 12.4.2016 auf dieser Seite im ePaper Archiv.

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