Folgen des Fortschritts

Gerne versammeln sich Politiker hinter vermeintlich wichtigen Zukunftsthemen. Aktuelle Beispiele: Elektromobilität, Digitalisierung, künstliche Intelligenz. Doch was ist wirklich ein Segen für die Menschheit? Nehmen wir das Beispiel Auto: Mit aller Macht wird der Elektroantrieb als Konzept der Zukunft gepriesen, während bei Batterieproduktion und Ladenetz noch viele Fragen offen sind. Und die Hersteller scheuen keine Mühe, dem Autofahrer immer mehr Heinzelmännchen ins Auto einzubauen, die ihm das Leben leichter machen. Zuweilen scheint die künstliche ja der menschlichen Intelligenz schon überlegen. Sie funktioniert halt immer gleich und zuverlässig und lässt sich von nichts und niemandem ablenken. Dennoch mag die Frage erlaubt sein, ob ein modernes Auto wirklich das Licht automatisch einschalten muss, wenn es dunkel wird. Ob der Scheibenwischer zu wischen beginnen muss, sobald die ersten Regentropfen einen Sensor benetzen. Oder ob wirklich ein Sitz während der Fahrt den verlängerten Rücken seines Besitzers belüften und massieren muss. Mithin, ob ein Auto unbedingt ein komplexes System von Sensoren und Mikroprozesssoren mit Kilometern von Kabeln sein muss. Jeder Technik-Gag verbraucht Energie – schon von der Herstellung an. Hinzu kommen vermutlich interessante Entsorgungsfragen, wenn eines fernen Tages das autonome Elektroauto mal ein Schicksal ereilt wie heute den Diesel. Wer Technologie predigt, tut gut daran, auch deren Folgen abzuschätzen.

Rundgeschaut … Die Seite 3 Kolumne aus dem WILIH … 10.4.2019

 

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