Leo Vetter-Villa: Tagespflege beim Emma-Reichle-Heim eröffnet

Stuttgart-Hedelfingen … Platz für 15 Tagesgäste bietet die neue „Tagespflege in der Villa” neben dem Emma Reichle-Heim. Beide Einrichtungen werden von der Evangelischen Altenheimat betrieben. Mit einem kleinen Festakt wurde das neue Angebot am 24. Oktober offiziell gestartet. Hier anschließend sehen Sie 18 Bilder in der WILIH-Fotoschau.

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Das Angebot richtet sich an pflegebedürftige Menschen, die zu Hause wohnen. In der Leo Vetter-Villa an der Rohrackerstraße 171 können sie den Tag in Gemeinschaft verbringen. Zur Zeit ist die Tagespflege von Dienstag bis Donnerstag geöffnet, geplant ist von Montag bis Freitag, 8 bis 16.30 Uhr. Die Tagespreise sind – wie die Zuschüsse der Pflegekasse – von der Pflegestufe abhängig und betragen zwischen 62,52 Euro und 82,30 Euro. Gut besuchte Schnuppertage im Oktober waren ein vielversprechender Auftakt. Sieben Tagesgäste hatten sich zum Zeitpunkt der offiziellen Eröffnung bereits fest angemeldet. Am 6. Dezember findet von 14 bis 18 Uhr ein Tag der offenen Tür statt.

Bei der Einweihungsfeier mit geladenen Gästen am 24. Oktober lobte Sylvia Unger die schönen Räume für die Tagesgäste in der ehemaligen Leo Vetter-Villa. Die stellvertretende Hedelfinger Bezirksvorsteherin sieht angesichts der demographischen Entwicklung einen immer größer werdenden Bedarf an Unterstützungsangeboten für Menschen, die bis ins hohe Alter zu Hause leben und von Angehörigen versorgt werden. Der neuen Tagespflege in Hedelfingen wünschte Unger einen guten Start und für die Zukunft alles Gute.

In seinem überaus interessanten Festvortrag rief Michael Wießmeyer die Erinnerung an den Namensgeber der Villa, Leo Vetter, wach. Der Vorsitzende des renommierten Fördervereins „Altes Haus” und Ortshistoriker bedauert, dass Leo Vetter den Stuttgartern heute nur noch durch das Leo Vetter-Bad bekannt sei. Wießmeyer skizzierte das Leben von Leo Vetter anhand zahlreicher Bezüge zu Stuttgarter Einrichtungen und würdigte sein berufliches sowie soziales Engagement. Im Alter von 70 Jahren sei Vetter mit seiner zweiten Ehefrau Elisabeth in das Haus „Sonneck” an der Rohrackerstraße eingezogen, berichtete Wießmeyer. Die Hedelfinger hätten den berühmten und großzügigen Mann geachtet. Nach Bankrott und Umzug in die Villa Schmid – heute Jugenhaus Villa Jo – in Obertürkheim sei der im Jahre 1923 verstorbene Leo Vetter jedoch in Vergessenheit geraten. 1930 sei die Villa evangelische „Frauenheimat” geworden. „Dass die ‚Frauenheimat‘, ein Altersheim, und jetzt die Tagespflege in seiner Villa beheimatet sind, hätte Leo Vetter sehr gefallen“, schloss Michael Wießmeyer. Als Geschenk des Fördervereins „Altes Haus” überreichte er den neuen Betreibern des Hauses zwei historische Bilder mit Ansichten der Villa.

Die Tagespflege sei ein eigenständiges Angebot, sagte Hans Kübler, keineswegs ein „Umsatzbringer” für das benachbarte Emma Reichle-Heim. Der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Altenheimat sieht mit der neuen Einrichtung in Hedelfingen eine Möglichkeit, hochbetagte Menschen dabei zu unterstützen, lange zu Hause leben zu können. Erleichtert werde dies bei entsprechender Pflegestufe durch Zuschüsse aus der Pflegekasse, meinte Kübler.

Geleitet wird die Tagespflege in der Villa von Brigitte Brellochs. Die gebürtige Heilbronnerin, die 30 Jahre in den USA lebte und arbeitete, beschrieb das auf einer Grundpflege basierende Angebot als anregend, kreativ und liebevoll. Sie und ihr Team nähmen sich Zeit für ihre Tagesgäste, bezögen deren Interessen und Fähigkeiten ein in einen Tagesablauf, der den Selbstwert unterstützen und so gut wie möglich Selbstständigkeit fördern solle, versprach sie.

Freude kam auf, als Jürgen Zwicker einen symbolischen Scheck auspackte. Der Unternehmenskundenberater der BW Bank überreichte eine Spende über 3.000 Euro. Damit sollen Gartenmöbel für die Tagesgäste finanziert werden.

Bärbel Gillich, die Leiterin des Emma Reichle-Heims, beschloss den mit Klaviermusik begleiteten Festakt, den Martin Adel, Vorstand der Evangelischen Altenheimat, eröffnet hatte, nach einer Vorstellung des Pflegeteams mit einem speziellen Dank an anwesende „Tagesgäste der ersten Stunde”, denen sie Rosen überreichte. Anschließend durften die Festgäste die Tagespflege bei Sekt und Imbiss in Augenschein nehmen.

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