Pro und Contra Speidelweg-Sperrung – Debatte vertagt

Stuttgart-Rohracker/Frauenkopf … Das Thema Speidelweg wurde am 3. November in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Technik (STA) des Stuttgarter Gemeinderats vertagt.

Dies berichtete Kai Freier nach der Sitzung. Gründe dafür konnte der Hedelfinger Bezirksvorsteher nicht nennen. Der Tagesordnungspunkt sei ohne Aussprache auf die übernächste Sitzung des Ausschusses vertagt worden. Die Behandlung im zuständigen Gemeinderatsausschuss basiert auf einem Informationsantrag von Bündnis 90/Die Grünen aus dem März 2026 (hier).

Der STA tagt wöchentlich, demnach sollte die Frage einer möglichen dauerhaften Sperrung des Speidelwegs am Dienstag, 17. November, erneut aufgerufen werden. Möglicherweise hat Kai Freier dann am Abend bereits Neuigkeiten zum aktuellen Reizthema zu verkünden. Denn am 17. November findet ab 18 Uhr im Bürgersaal des Hedelfinger Bezirksrathauses die nächste öffentliche Sitzung des örtlichen Bezirksbeirats statt (Beginn um 18 Uhr, Heumadener Straße 1).

Bis dahin sollte übrigens der Speidelweg wieder in beide Richtungen befahrbar sein. Denn nach jüngster Auskunft der Stadt Stuttgart ist damit zu rechnen, dass die seit dem Frühjahr andauernde Mauerbaustelle jetzt zum Abschluss kommt. Zum 7. November solle die baustellenbedingte Vollsperrung der Verbindungsstraße zwischen Rohracker und Frauenkopf aufzuheben sein, kündigte die Stadtverwaltung zuletzt an.

Auch wenn das eine nichts mit dem anderen zu tun hat, eignet sich die wegen der Dauerbaustelle angeordnete Vollsperrung des Speidelwegs zu grundsätzlichen Überlegungen über deren Auswirkungen auf die Verkehrssituation. Befürworter einer Verkehrsberuhigung – vor allem am Frauenkopf – scheinen einer Durchfahrtssperre durchaus etwas abgewinnen zu können. Hingegen kritisieren vor allem Verkehrsteilnehmer aus Rohracker, die via Speidelweg in die Innenstadt oder Richtung Degerloch fahren wollen, kilometerlange Umwege.

Steht der Speidelweg nicht zur Verfügung, müssen Autofahrer aus Rohracker zunächst bis zum Kreisverkehr am Dürrbachplatz fahren und dann – je nach Ziel – entweder über Hedelfingen, Wangen, B10 beziehungsweise Stuttgart-Ost oder via Hedelfinger Filderauffahrt, Heumaden und Sillenbuch in die Stuttgarter City. Von Gegnern einer dauerhaften Sperrung des Speidelwegs wird daher auf längere Fahrtzeiten, Mehrverbrauch und steigende CO2-Belastung hingewiesen.

Welche Argumente dringen stärker durch? Die Stuttgarter Stadträte haben nun zwei Wochen länger Bedenkzeit.

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