Schäden irreparabel – Vesperbrückle bleibt gesperrt

Stuttgart-Sillenbuch … Ende Oktober hatte das Regierungspräsidium Stuttgart den geschädigten Brückenmittelteil des Vesperbrückles für Untersuchungen ausheben lassen (siehe: hier). Sie haben ergeben, dass die Schäden am Holzüberbau der Brücke so erheblich sind, dass eine Sanierung nicht mehr möglich ist und der gesamte Überbau durch einen neuen Überbau ersetzt werden muss.

Die Fundamente, Widerlager und Holzstützen der Brücke sollen – soweit möglich – erhalten bleiben und nicht durch neue Bauteile ersetzt werden. Ob dies möglich ist, wird durch statische Berechnungen bei der weiteren Planung geprüft. Diese Variante wäre relativ kostengünstig, würde Zeit sparen und nicht zuletzt Eingriffe in die Natur minimieren.

Neu bis Frühjahr 2021

Im Regierungspräsidium wurde bereits mit der Planung für die Erneuerung der Brücke begonnen. Die Entwurfsplanung kann voraussichtlich im März 2020 abgeschlossen werden, so dass die Ausschreibung bis Juni 2020 fertiggestellt sein soll. Der Baubeginn ist für Herbst 2020 vorgesehen, so dass die Verkehrsfreigabe voraussichtlich im Frühjahr 2021 möglich ist. Das Regierungspräsidium Stuttgart wird darüber informieren, wenn die ersten Arbeiten am Vesperbrückle starten.

Die Brücke muss daher weiterhin gesperrt bleiben und kann bis voraussichtlich Frühjahr 2021 nicht genutzt werden. Die Umleitung für die betroffenen Fußgänger und Radfahrer verläuft über das bestehende Wirtschaftswegenetz. Die Umleitung ist ausgeschildert. Die Sperrung des Vesperbrückles führt zu keinen Beeinträchtigungen des unter der Brücke verlaufenden Verkehrs der Landesstraße 1016 (Mittlere Filderstraße).

Nach Prüfung gesperrt

Im September 2019 hatte ein Ingenieurbüro die routinemäßige Brücken-Hauptprüfung nach DIN 1076 an der Brücke durchgeführt, wobei erhebliche Schäden festgestellt wurden. Da nicht alle Schäden von außen erkennbar waren, hatte das Regierungspräsidium Stuttgart gemeinsam mit einem Sachverständigen für Holzbrückenbau festgelegt, dass für eine vertiefte Schadensbegutachtung der Ausbau des mittleren Brückensegments über der Landesstraße erforderlich ist. Um die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu gewährleiten und die Brücke zu entlasten, war durch das Regierungspräsidium umgehend die Sperrung der Brücke veranlasst worden. Um das Ausmaß der Schäden festzustellen, wurde im November 2019 eine objektbezogene Schadensanalyse (OSA) an dem ausgebauten Mittelteil sowie an den übrigen Brückenbauteilen durchgeführt.

Foto oben: Am 31. Oktober war das Mittelteil der über die Mittlere Filderstraße führenden Holzbrücke ausgebaut worden.

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