Sporthalle Riedenberg: Studie ruhte in der Schublade

Eigentlich hatten sich in Sillenbuch alle gefreut, dass endlich der Startschuss für die längst überfällige Sporthalle bei der Grundschule Riedenberg fallen soll. Doch als der Bezirksbeirat am 24. September Ja zum Vorprojektbeschluss sagen sollte, wurde er von einer Machbarkeitsstudie überrascht, die viel weiter geht.

Der Beschluss fiel nach ausführlicher Diskussion einstimmig und ist schnell zusammengefasst: Unterhalb der neuen Waldorfschule soll an der Kemnater Straße eine Zweifeldsporthalle gebaut werden – das war bekannt. Der Bedarf ist unstreitig, zum Idealmaß fehlen in der Breite zwar zwei Meter, aber die Stadt will versuchen, dies noch hinzubekommen. 5,3 Millionen Euro soll das Projekt aus heutiger Sicht kosten. Eine halbe Million Euro hat der Stuttgarter Gemeinderat nun für die Planung bewilligt. Um die Halle endlich bauen zu können, muss er im nächsten Doppelhaushalt (2016/17) aber noch die nötigen Mittel bereitstellen. Läuft alles nach Wunsch, könnte im dritten Quartal 2016 mit dem Bau begonnen und die Sporthalle bis Ende 2017 fertig werden.

Über Studie diskutieren!

Dazu sagte der Sillenbucher Bezirksbeirat erwartungsgemäß am 24. September Ja. Allerdings fordert er, so schnell wie möglich über die komplette Machbarkeitsstudie diskutieren zu dürfen, die die Stadt für den Sillenbuch-Riedenberger Schulcampus hat erstellen lassen. Das sei dringend.

Die Stadt Stuttgart hatte vier Experten der Schul- und Bauverwaltung nach Sillenbuch entsandt, um den örtlichen Beirat zu informieren. Sie skizzierten, welche Überlegungen in den Amtsstuben der Landeshauptstadt derzeit angestellt werden. Basierend auf einer Machbarkeitsstudie, die seit einem Dreivierteljahr vorliegt, von der in Sillenbuch aber bis dato niemand etwas wusste. Und obwohl es jetzt im Bezirksbeirat nur um die Sporthalle ging, drehte sich die Diskussion plötzlich auch um die Sanierung des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (GSG), eine Sperrung der Kemnater Straße, eine Ganztagesbetreuung an der Grundschule Riedenberg, GSG-Mensa und -Schulgarten, Verkehrssituation, Parkplätze – und ein Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro.

Keine Verzögerung!

Der Sillenbucher Bezirksbeirat gab vor diesem Hintergrund unter großer Unsicherheit grünes Licht für den Vorprojektbeschluss, der schon in dieser Woche die zuständigen Gemeinderatsausschüsse passieren soll. Trotz mancher Sorgenfalten auf der Stirn und Zornesröte im Gesicht. Denn, so der Tenor: Die Stadt hat mal wieder in Sachen Informationspolitik versagt, der Bezirksbeirat muss es ausbaden, eine Zumutung. Aber die Lokalpolitiker wollten auf gar keinen Fall eine weitere Verzögerung des so wichtigen Projektes riskieren. • mk

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