TransZ: Kelter zur Geltung bringen!

Stuttgart-Wangen … Der Wangener Keltervorplatz soll an Aufenthaltsqualität gewinnen. Endlich. Lange haben die Wangener dafür schon gekämpft – wie für vieles, was besser werden soll. Nun liegen erste Gestaltungsideen auf dem Tisch. Das Förderprojekt TransZ hat als Katalysator gewirkt. Wie geht es weiter?

Der eigentliche Kelterplatz in Wangen befindet sich hinter der Kelter und ist bereits neu gestaltet worden. Er steht nun nicht zur Debatte. Es geht um den Platz vor der Kelter, der im Moment alles andere als ansehnlich „möbliert” ist. Daher ist der Wunsch der Wangener verständlich, ihn zu entrümpeln und zu einem Platz werden zu lassen, an dem man sich gerne trifft und aufhält. Und dies nicht bloß zur Maibaumaufstellung, beim Kelterfest oder wenn die Kirbe gefeiert wird. Sondern tagtäglich, wenn man das mag. Mit Kind und Kegel, zum Rendezvous, mit gemütlichen Sitz­ecken zum Kaffeetrinken und Schwätzen. Im Schatten unter Bäumen, die keine „Krüppel” sind. Und möglichst ohne hässliche Glas- und Kleidercontainer, aber mit einem Brunnen.

Wie Quadratur des Kreises

Damit nicht genug der Wünsche. Es wird von einem „Shared space” geträumt, einem überschaubaren Bereich rund um die Kelter, der von Autos, Motorrädern, Fahrrädern und Fußgängern gleichberechtigt genutzt wird. Der sicher für alle ist und in dem alle gut miteinander auskommen. Natürlich brauchen die Geschäfte und Gastronomen an der inneren Ulmer Straße weiterhin Parkplätze, auf denen die Kunden ihre Autos abstellen können, wenn sie zum Einkaufen gehen. Und die Feuerwehr legt verständlicherweise Wert darauf, mit ihren Einsatzfahrzeugen im Notfall schnellstens ausrücken zu können; ihr Magazin befindet sich in der Kelter, die Ausfahrt erfolgt über den Vorplatz. Und dann sind da noch die Taxistellplätze. Vielleicht kommen irgendwann auch noch Car sharing-Plätze hinzu. Wenn sich dann noch, so ein weiterer Bürgerwunsch, Hecken anpflanzen ließen, wäre es vielleicht noch immer nicht perfekt, aber auf jeden Fall schon ziemlich gut. Und die Kelter käme als echter Mittelpunkt Wangens angemessen zur Geltung.

Erste Ideenskizze für den Keltervorplatz (Stand: 28.1.2019, Plan: Stadt Stuttgart)

Das hört sich ein wenig nach der Quadratur des Kreises an. Deshalb hat man sich im Planungsamt der Stadt Stuttgart nun zwar schon umfassend mit der Entwicklung des Wangener Keltervorplatzes befasst, ist aber noch nicht ins Detail gegangen (siehe Planskizze). So bleibt Raum für die Unterbringung und Prüfung von Ideen. Zahlreiche Vorschläge haben Bürger im Laufe des vergangenen Jahres entwickelt, sie wurden im Rahmen des Stadtteilprojektes TransZ erarbeitet und diskutiert. Am 28. Januar tagte dessen Lenkungskreis wieder im Eberhard Ludwig-Saal der Wangener Kelter. TransZ steht für „Transformation urbaner Zentren” und hat zum Ziel, abgewirtschafteten und mit negativem Image behafteten Stadtzentren wieder auf die Sprünge zu helfen. Nachhaltig soll die Entwicklung sein, damit die Bürger auch wirklich etwas davon haben. Und deshalb dürfen und sollen sie auch von Anfang an mitmachen und als „Akteure vor Ort” ihren Beitrag dazu leisten, dass ihr Zentrum wieder zu einem vitalen Mittelpunkt ihres Wohnortes wird. Um die 20 Menschen treffen sich in Wangen im TransZ-Lenkungskreis. Für die sprichwörtliche Aufgabe, aus dem Kreis ein Quadrat zu machen, steht die Professorin Christina Simon-Philipp mit ihrem Team von der Hochschule für Technik Stuttgart als wissenschaftliche Begleitung zur Seite. Dies allerdings nur noch ein Jahr, dann läuft die Projektförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus. Regelmäßig dabei sind auch die beiden Wangener Rathaus­chefinnen Beate Dietrich und Renate Markgraf; so ist die Verbindung zum Bezirksbeirat und zur Stadtverwaltung immer gegeben.

Demnächst im Bezirksbeirat

Was wichtig ist. Denn: Wie jetzt beim Keltervorplatz müssen gute Ideen irgendwann in Pläne und Budgetanträge umgesetzt werden. Dies soll nicht auf die lange Bank geschoben werden. Für den nächsten Doppelhaushalt der Stadt Stuttgart – gültig für 2020 und 2021 – wird der Keltervorplatz ein Thema sein, hieß es jetzt in Wangen. Auch der nun anlaufende Bürgerhaushalt bietet eine Chance, das Projekt zu befördern. Doch eins nach dem anderen: Zunächst wird in der Februar-Sitzung des Wangener Bezirksbeirates über die Lenkungskreissitzung gesprochen. Nach einer Verfeinerung der Gestaltungsideen sollen die Stadtplaner dem Bezirksparlament dann einen konkreten Plan für die Neugestaltung des Keltervorplatzes vorlegen.

Foto oben: Um die 20 Wangener treffen sich im Lenkungskreis des Projektes TransZ – in diesem Jahr erstmalig am 28. Januar.

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