53 Mails am Tag – Was tun gegen die E-Mail-Flut?
Wir wurden mal wieder aufgeschreckt. „Im Durchschnitt landen täglich 53 Mails in geschäftlichen Mail-Postfächern, 14 Prozent erhalten jeden Tag 100 oder mehr berufliche Mails.” So eine aktuelle Presseinformation des Digitalverbandes Bitkom. Spontane Reaktion: Ui, das ist aber ’ne Menge! Über Zahlenangaben lässt sich trefflich streiten. Daher ist es gut, sie zu hinterfragen, etwa mit „Im Vergleich wozu?”. Bei E-Mails wären also zum Beispiel die klassischen Kommunikationsformen Brief oder Telefon als Maßstab heranzuziehen. Auch wenn wir dazu keine aussagekräftigen Statistiken gefunden haben, ist bei ein wenig Erfahrung im Berufsleben anzunehmen, dass der einzelne Arbeitnehmer durchschnittlich deutlich weniger als 53 Briefe am Tag bekommt oder ebensoviele Telefongespräche führt. Beides ist vergleichsweise anstrengend und zeitraubend. Mails lassen sich hingegen auch weiterleiten (ohne schriftstellerische Eigenleistung) und in nahezu beliebiger Anzahl als Kopien verbreiten. Wie viele der genannten 53 Mails am Tag wohl allein dieser weitverbreiteten Praxis zu verdanken sind? Was kann der geneigte Empfänger tun, wenn ihm das aus der Mailflut resultierende Wasser bereits bis zum sprichwörtlichen Halse steht? Da fällt uns die Ankündigung eines Behördenmitarbeiters bei einem Treffen kurz vor den Sommerferien ein (authentisch!): „Alle Mails, die ich im Urlaub bekomme, werden nach meiner Rückkehr gelöscht!” Schöne Ferien, auf Wiedermailen! Man mag dies neumodisch als Resilienz ansehen. Doch ob diese Vorgehensweise den Arbeitsalltag tatsächlich erleichtert, wird die Zeit bis zum nächsten Urlaub zeigen (müssen).
Rundgeschaut … Die WILIH-Kolumne
WILIH regelmäßig lesen und nichts mehr verpassen: Den wöchentlichen WILIH-Newsletter kostenlos abonnieren und immer kompakt informiert sein! Einfach hier klicken und gleich anmelden, dann bekommen Sie einmal in der Woche die Themen der Woche frei Haus! Abbestellung jederzeit möglich!




