Das muss Chefsache werden!

Im Sommer 2011 wurde ein Schulentwicklungsplan für die Stadt Stuttgart vorgestellt. Mit im Plan der damaligen Schulbürgermeisterin und heutigen Kultusministerin Susanne Eisenmann: ein Gymnasium am Steinenberg in Hedelfingen. Planungshorizont war das Jahr 2020. Aufmerksamen Beobachtern des Kalenders sowie der Hedelfinger Steinenbergschule dürfte angesichts dieser Zahl auffallen, dass der Plan nicht aufgegangen ist. Gleichwohl sieht man sich im städtischen Schulverwaltungsamt „im vorgesehenen Zeitplan“. Was war vorgesehen? Dass angesichts des vor neun Jahren gesehenen Bedarfs jetzt am Steinenberg Gymnasialunterricht stattfindet? Oder dass man 2020 mit einer „Klärung“ grundsätzlicher Fragen startet? Um dann vielleicht 2024 mit der „Aufnahme“ konkreter „Planungen“ zu „beginnen“? Jahrelang wurde die Schulentwicklung am Steinenberg zwischen Ideologien und Egotrips zerrieben sowie von einer abwartenden Schulverwaltung und einer desorientiert wirkenden Schulbürgermeisterin verschleppt. Und der scheidende OB hat die Standortfrage offenkundig nie als Chefsache betrachtet. Wie er überhaupt die Stadtteile eher als viertes Rad am Lastenfahrrad betrachtet zu haben scheint. Das Tableau seiner Nachfolgekandidaten nährt Hoffnung, dass sich dies ändern dürfte. Allerdings nicht vor dem nächsten Jahr, denn die OB-Wahl findet erst im November statt. Die Eindeutigkeit, mit der alle Hedelfinger Bezirksbeiräte jetzt mit der Faust auf den Tisch geschlagen haben, lässt allerdings vermuten, dass alle OB-Kandidaten bei ihrer Wahlkampftour durch Hedelfingen den Steinenberg kennenlernen werden.

Rundgeschaut … Die Seite 3 Kolumne aus dem WILIH … 26.2.2020

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