Erika Reinhardt wird 90 Jahre alt

Stuttgart-Wangen … Die ehemalige Stuttgarter Stadträtin und Bundestagsabgeordnete Erika Reinhardt feiert am 30. Januar ihren 90. Geburtstag.

Reinhardt wirkte von 1984 bis 1990 als Mitglied der CDU im Stuttgarter Gemeinderat und vertrat ihre Fraktion unter anderem im Sozial-, Verwaltungs- und Sportausschuss sowie im Wirtschafts- und Kulturausschuss. Von 1989 bis 1990 war sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin im Sozialausschuss. Von 1975 bis 1984 vertrat Reinhardt die CDU im Bezirksbeirat Wangen.

Erika Reinhardt wurde 1932 in Freistadt in Oberösterreich geboren. Nach ihrer Ausbildung zur Säuglings- und Kinderkrankenschwester in Wien folgte sie ihrem Mann nach Stuttgart. In der Landeshauptstadt engagierte sie sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich, so im Gesamtelternbeirat und als Jugendschöffin. 1990 wurde Reinhardt in den Bundestag gewählt und schied deshalb aus dem Gemeinderat aus. Im Bundestag, dem sie bis zum Jahr 2002 angehörte, war sie unter anderem in den Ausschüssen „Familie und Senioren“ sowie „Wirtschaftliche Zusammenarbeit“ tätig. Reinhardt war von 1994 bis 2010 stellvertretende Bundesvorsitzende der Senioren-Union Deutschland sowie acht Jahre Vorsitzende der Senioren-Union Baden-Württemberg. Seit Ende 2006 ist sie Ehrenmitglied im Vorstand des CDU-Kreisverbands Stuttgart.

Auch außerhalb der Politik war sie engagiert. Erika Reinhardt war von 2001 bis 2008 Vorsitzende der Kommission für Weltbevölkerungsfragen der Deutschen Gesellschaft der Vereinten Nationen. 1992 gründete sie den Förderverein KEKS für Kinder mit Speiseröhrenfehlbildungen, im Dezember 2000 die Oesphagus-Stiftung, deren Vorsitzende sie war. Zum 20-jährigen Jubiläum im Dezember 2020 wurde die Stiftung in Erika Reinhardt-Stiftung umbenannt, heute ist sie deren Ehrenvorsitzende.

Ihr Engagement wurde unter anderem mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, der Ehrenmedaille in Silber der Landeshauptstadt Stuttgart sowie dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse gewürdigt. 2013 erhielt sie den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg.

Quelle: Stadt Stuttgart

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