Falschen Polizeibeamten das Handwerk legen!

Stuttgart-Hedelfingen … Der Stadtbezirk Hedelfingen erweist sich auch in der Polizeistatistik für das Jahr 2019 wieder als sicheres Pflaster. Der Leiter des zuständigen Polizeireviers 5 Ostendstraße, Hans-Peter Tausch, und sein Kollege Marcus Gruhn stellten die Zahlen am 20. Oktober in der öffentlichen Sitzung des Sicherheitsbeirats Hedelfingen vor.

Mit einem Minus von stadtweit 23,4 Prozent war der Rückgang beim stets als besonders bedrohlich empfundenen Wohnungseinbruchsdiebstahl im Jahr 2019 beachtlich. Dabei führten 54 Prozent der Versuche sogar zu keinem Erfolg. Die Polizei führt dies auf ihre Prävention und zunehmende Sicherungsmaßnahmen an Häusern und Wohnungen zurück. Im Stadtbezirk Hedelfingen war laut Revierchef Tausch 2019 ein „historischer Tiefstand” bei Kriminalfällen zu verzeichnen. 490 Fälle (2019) bedeuten einen Rückgang um 87 in einem Jahr. Die Aufklärungsquote hat zudem um 1,8 % zugenommen. Von 13 Wohnungseinbrüchen waren nur vier erfolgreich, ein Fall wurde aufgeklärt. 23 erfasste Fälle falscher Polizeibeamter waren ausnahmslos erfolglose Versuche.

Allerdings gibt gerade dieses Delikt in Stuttgart Anlass zur Sorge: Dass Menschen, die ihr ganzes Leben hart gearbeitet haben, im Alter von Betrügern um ihr Erspartes gebracht werden, findet Hans-Peter Tausch regelrecht „erschütternd”. An dieser Stelle regt sich der Revierleiter richtig auf. Die nüchternen Zahlen untermauern seine Emotionen: Stuttgartweit ist die Zahl der Straftaten „falscher Polizeibeamter” binnen Jahresfrist von 856 (2018) auf 2.971 (2019) angestiegen. Der Gesamtschaden betrug 2019 fast 1,845 Millionen Euro. Bedauerlich: Wegen der subtilen und verwirrenden Vorgehensweise der Betrügerbanden konnten nur 23 dieser Straftaten aufgeklärt werden. Die Dunkelziffer ist hoch. Die Polizei setzt deshalb auf ein vielschichtiges Informationsprogramm. Die Betrugsmasche soll so bekannt werden, dass niemand mehr auf sie hereinfällt. Hans-Peter Tausch warnt eindringlich: „Kein Polizist wird bei Ihnen Geld abholen!” Und wenn sich jemand als Polizeibeamter ausgibt: „Immer die 110 anrufen und den Sachverhalt schildern!”

30 Fälle von Rauschgiftkriminalität wusste Tausch für 2019 im Bezirk Hedelfingen zu bilanzieren. Das Thema bewegt immer wieder und auch aktuell die Gemüter. Ein Bürger berichtete in der Sicherheitsbeiratssitzung von Dealern, die er mehrfach mitten im Ort beobachtet habe. Auch aus dem Bezirksbeirat gab es entsprechende Hinweise. Hans-Peter Tausch riet eindringlich, solche Beobachtungen immer sofort der Polizei zu melden. „Dann kommen wir!”

Erfreuliches gab es zum Verkehrsunfallgeschehen zu berichten. 516 Unfälle in Hedelfingen 2019 – 31 (5,66 Prozent) weniger als 2018 – sind ebenfalls ein historischer Tiefstand. Gegen den gesamtstädtischen Trend (plus 25,51 Prozent) hat es im Stadtbezirk Hedelfingen einen Rückgang an Pedelec-Unfällen – von drei auf einen im Vergleich zu 2018 – gegeben. Fünf mal (plus drei Fälle gegenüber 2018) hatten Fußgänger einen Unfall. Stadtbahnunfälle gabe es in beiden Jahren in Hedelfingen nicht. Auffälliger geworden sind die jungen Erwachsenen (18 bis 21 Jahre): In ihrer Gruppe gab es mit 30 Unfällen 2019 eine besonders deutliche Zunahme gegenüber dem Vorjahr (20 Fälle).

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