Heizpilze als Retter?

Es gibt nur diese eine Welt. Aber es gibt unterschiedliche Ansätze, sie zu retten. Bis vor kurzem galten Heizpilze nicht zu den treibenden Kräften einer Weltrettung. Im Gegenteil. Denn sie werden häufig mit Gas betrieben, verbrauchen Unmengen an Energie und blasen unvernünftig viel Kohlendioxid in die Luft. Ganz schlecht! Deshalb stehen sie auf dem Index. Doch für den gastronomischen Teil dieser Welt sind sie dank Corona nun wieder gesellschaftsfähig geworden. Sogar Vorrzeige-Grüne wie Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn haben den Heizpilz wiederentdeckt. Grund: Den Gastronomen soll geholfen werden, die kommende kalte Jahreszeit besser zu überstehen. Womit nicht gemeint ist, dass sich die Wirte und Kellner unter den Wärmespendern versammeln sollen. Vielmehr sollen sich darunter möglichst zahlreich Gäste für Speis und Trank erwärmen und beides auch im Winter draußen konsumieren können. Danke, Heizpilz! Dass die Erderwärmung ihren Teil dazu beiträgt, dass die Winter hierzulande nicht mehr so klirrend kalt sind wie früher, und woher das kommt, kann man demnächst trefflich am Stammtisch unterm Heizpilz diskutieren. Wenn man mag. Oder wie der Stuttgarter OB darauf hoffen, dass der – nur vorübergehend und wegen der Coronafolgen erlaubte – Heizpilz mit Ökostrom betrieben wird. Alternativ könnte eine von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ins Gespräch gebrachte CO2-Abgabe für Heizpilze ein Stammtischthema für den Winter-Biergarten sein. Eine Alternative, die gleichermaßen umwelt- und gastronomiefreundlich sein könnte, findet sich übrigens in Hülle und Fülle in den meisten Haushalten: Pullover, Schals, Winterjacken, dicke Socken, gefütterte Stiefel, Handschuhe, Mützen und Wolldecken. Und bitte an die Maske denken!

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