Kampf gegen Windmühlen

Seit einem Jahr kämpft der Hedelfinger Unternehmer und Vereinsvorsitzende Paul Wurm für die Einhaltung des LKW-Durchfahrtsverbots. Dass Filderauffahrt und Hedelfinger Ortsdurchfahrt als zeit- und kostensparende Transitstrecke für Containertransporte zwischen Hafen und Autobahn missbraucht werden, geht auch dem Bezirksvorsteher und seinem Bezirksbeirat gegen den Strich. Doch bislang erinnerten die Hedelfinger Bemühungen um Luftreinhaltung und Lärmschutz durch Verkehrsentlastung an einen Kampf gegen Windmühlen. Anders jedoch als die berühmte Romanfigur Don Quijote leiden Wurm und seine Mitstreiter nicht unter Einbildung. Wie real das lange von der Stadt Stuttgart ausgeschilderte und dennoch von ihr in Abrede gestellte LKW-Durchfahrtsverbot ist, haben in der vorigen Woche neue Verkehrsschilder rund um die Hedelfingen-Passage dokumentiert. Niemand ahnte, dass es in der städtischen Verkehrsbehörde eine Wendeplatte gibt. Doch: Auf ihr wurde die bisherige Rechtssicht überraschend ins Gegenteil gedreht. Nun entspricht sie dem Rechtsverständnis von Paul Wurm, dessen Anwalt Roland Kugler und des Hedelfinger Bezirksbeirats. Anhängig ist noch ein Verfahren beim Amtsgericht Bad Cannstatt, in dem es darum geht, einem beratungsresistenten Spediteur Containertransporte durch Hedelfingen zu untersagen. Die Amtsrichter dürften sich für die neue Sicht- und Handlungsweise der Stadt sehr interessieren. Die Stadt sollte nun aber auch konsequent sein: Das LKW-Durchfahrtsverbot muss engmaschig kontrolliert und sanktioniert werden!

Rundgeschaut … Die Seite 3 Kolumne aus dem WILIH … 11.3.2020

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