Mensch und Tier in der Grillsaison

Menschen leben gerne mit Tieren zusammen. Ob die Gegenliebe ähnlich gelagert ist, mag nur im Einzelfall zu klären sein. Die Klärung scheitert aber in der Regel an Kommunikationsproblemen zwischen Vier- und Zweibeiner. Grundsätzlich bestimmt der Mensch, was gut ist fürs Tier. Im Laufe des Lebens unterliegt die einseitige Wertschätzung mitunter einem Wandel. Der possierliche Nager, der in Kinderzeiten ein geliebter Spielgefährte war, dient dem inzwischen erwachsenen Menschen mit abgeschlossenem entsprechenden Hochschulstudium auch schon mal gerne als Testobjekt. Das Versuchskaninchen verdankt diesem Umstand sogar seinen Namen. Und auch wenn immer mehr Menschen der vegetarischen Küche frönen und veganes Gedankengut längst nicht mehr nur in Stammtischgesprächen auf dem Vormarsch ist: Wenn die Grillsaison beginnt, bekommt das Beziehungsggeflecht von Mensch und Tier eine ganz eigene Dimension. Dann kommen massenhaft appetitgerecht zugeschnittene und marinierte Teile geschlachteter Tiere auf den Rost, was saisontypischen Duft durch die Lande ziehen und dem Menschen das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Dass der Barbecue-Liebhaber für sein Vergnügen tief in die Tasche greift, können Metzger allerdings nicht so vehement bestätigen wie Anbieter sündhaft teurer Gartengrills. Fleisch ist halt vergänglich, deshalb wird an seiner Qualität verleichsweise gerne geknausert. Das professionelle Hitzesystem hingegen sorgt nicht nur für Smoke und Gaumenfreude, sondern macht vor allem mächtig Eindruck bei der Familie und im Bekanntenkreis. Das bleibt. Und wenn die Party vorbei ist, kann man wieder den tierwohlorientierten Gemüsefan geben.

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