Reh in Sillenbuch totgebissen – Jäger schlägt Alarm
Stuttgart-Sillenbuch … Peter Bachmann schlägt Alarm: Bei der Madenstraße wurde in der vergangenen Woche ein Reh totgebissen. Der für den Bezirk zuständige Jagdpächter ist sich sicher: Das war ein Hund. Jetzt bittet er um Hinweise.
Kein schöner Anblick: Ein durch einen Kehlbiss getötetes Reh liegt auf einer Wiese. Peter Bachmann hat das tote Tier etwa hundert Meter hinter der Bebauung, in den Feldern beim Waldrand bei der Madenstraße entdeckt. Der Jäger bedauert: „Es handelte sich bei dem gerissenen Tier zu allem Überfluss um eine führende Rehgeiß, was bedeutet, das Kitz beziehungsweise die Kitze sind ebenfalls nicht zu retten.”
Bachmanns Diagnose: „Das Reh wurde durch einen Kehlbiss erlegt, hierfür kommt nur ein Hund in Frage.” Seit Jahren prangert Peter Bachmann an, dass freilaufende Hunde Rehe totbeißen. Ebenfalls seit Jahren wird immer wieder hierüber berichtet, zuletzt im September 2024 auch hier. Und auch seit Jahren treten Jagdpächter immer wieder in öffentlichen Sitzungen von Sicherheits- und Bezirksbeiräten auf, um das Thema erneut ins Bewusstsein zu bringen. Doch immer und immer wieder verenden Rehe nach Hundebissen. Wie jetzt in Sillenbuch.
Aber Peter Bachmann lässt nicht locker. Er will nichts unversucht lassen, um Hundebesitzer zu informieren. Wer Hinweise zum aktuellen Fall in Sillenbuch geben kann oder Ideen für besseren Tierschutz hat, darf sich gerne via E-Mail an jagdrevier2020@web.de bei Peter Bachmann melden.
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Ich habe den konkreten Fall mit dem Reh leider nicht selbst gesehen. Dennoch möchte ich auf ein Problem aufmerksam machen, das mich schon seit Jahren beschäftigt.
Mein Kind wurde vor zwei Jahren im Bußbachtal von einem Hund angegriffen. Damals habe ich Anzeige erstattet. Der betreffende Hund befindet sich inzwischen im Tierheim, nachdem er offenbar auch andere Menschen und Hunde angegriffen hatte.
Auch ich selbst bin beim Joggen auf der Waldebene Ost bereits von einem Hund angegriffen und in den Oberschenkel gebissen worden. Regelmäßig bin ich hier in der Gegend unterwegs. Aus Erfahrung rufe ich inzwischen oft schon frühzeitig „Achtung, Jogger!“ oder bitte die Halter, ihre Hunde zu sich zu nehmen. Leider stoße ich dabei häufig auf Unverständnis. Oft wird keine Rücksicht genommen, und nicht selten bekommt man noch zu hören, dass man „nicht allein im Wald“ sei.
Meine Eltern sind Tierärzte, wir haben selbst einen Hund, und ich habe grundsätzlich überhaupt nichts gegen Hunde. Was mich jedoch zunehmend stört, ist die Zahl der Hundehalter, die ihre Tiere weder ausreichend trainieren noch in Situationen mit anderen Waldbesuchern anleinen. Die Verantwortung wird dann auf alle anderen abgewälzt.
Ich wünsche mir deshalb mehr Aufklärung, Kontrollen und gegebenenfalls auch konsequentes Einschreiten durch Forstamt oder Ordnungsamt. Rücksichtnahme sollte keine Einbahnstraße sein – der Wald ist Erholungsraum für alle.