Schwellenäcker-Antrag: Ganzheitliche Planung gefordert

Stuttgart-Sillenbuch … Christ- und Sozialdemokrakten im Sillenbucher Bezirksbeirat haben sich zusammengetan, um nach der Gemeinderatsentscheidung pro Schulstandort nun ein Entwicklungskonzept für das Gebiet Schwellenäcker und angrenzende Bereiche zu fordern. Mit ihrem Antrag verlangen sie den Stadtplanern alles ab.

Bis vor wenigen Monaten hätte niemand gedacht, dass die Spielwiese im Südosten des Heumadener Wohngebietes „Über der Straße“ und die Ackerfläche zwischen Klara-Neuburger-Straße und Hundesportplatz Auslöser umfassender Planungsüberlegungen werden könnten. Doch spätestens mit einem Antrag von CDU und SPD kommen jetzt so ziemlich alle Aspekte auf den Tisch, die bereits seit Jahrzehnten die Gemüter bewegen und nach neuen Lösungen für die Zukunft verlangen.

Bogen weit gespannt

Angefangen hatte alles mit dem städtischen Vorhaben, auf der „Bernsteinwiese“ einen Neubau der Freien Aktiven Schule nebst Kindergarten zu ermöglichen. Nach heftigem Gegenwind von Bezirksbeirat und Anwohnern schwenkte unlängst der Gemeinderat um und setzt seitdem auf die Schwellenäcker. Was allerdings planungsrechtlich eine Herausforderung darstellt. Der Sillenbucher Bezirksbeirat, der für alle Heumadener Planungen in diesem und anderem Zusammenhang eine Bürgerbeteiligung gefordert hatte, fühlte sich übergangen.

Nun fordern die Fraktionen von CDU und SPD von der Stadtverwaltung „ein Entwicklungskonzept für das Gebiet Schwellenäcker/Über der Straße/Schwarzäcker/Brücklesäcker in Heumaden“. Und dafür machen die Bezirkspolitiker gleich eine ganze Reihe von Vorgaben. So wollen sie in einem Zug Wohnraum, Energieversorgung, Grünflächen, Naherholung, Frischluftschneisen, Landwirtschaft, Gemeinflächen für Kinder, Senioren und Pflege, Optionen für die Grundschule Heumaden, Flüchtlingsheim, Anbindung der Hedelfinger Auffahrt an die Kirchheimer Straße, Lösung der dortigen Rückstauprobleme, endgültige Anbindung des Wohngebietes „Über der Straße“ an die Kirchheimer Straße sowie ein umfassendes Verkehrs- und Mobilitätskonzept für das Quartier berücksichtigt wissen. Speziell für die „Bersteinwiese“ wird ein Interessenausgleich zwischen Gemein-, Grünflächen- und Naherholungsbedarf gefordert.

Beteiligung gefordert

So weit zum Inhalt. Darüber hinaus fordern Christ- und Sozialdemokraten, das verlangte ganzheitliche Konzept „unter Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen der informellen Bürgerbeteiligung nach den Leitlinien der Stadt Stuttgart“ zu entwickeln. Mehr noch: Die Ergebnisse sollten im Sillenbucher Bezirksbeirat vorgestellt und erst nach dessen sowie Gemeinderatsbeschluss durch die Stadt weiterverfolgt werden. Das Thema steht am Mittwoch, 14. November, ganz oben auf der Tagesordnung der Sillenbucher Bezirkbeiratssitung (18.30 Uhr: Deutsch-Französische Grundschule, Silberwaldstr. 22, Sillenbuch). Die Sitzung ist öffentlich.

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