GSG – Erweiterung und Sanierung immer teurer
Stuttgart-Heumaden … Seit Mitte 2018 wird konkret die Sanierung und Erweiterung des fünfzig Jahre alten Geschwister-Scholl-Gymnasiums (GSG) geplant. Nun liegt der städtische Antrag für den Projektbeschluss auf dem Tisch (GRDrs 311/2025 vom 16.1.2026: PDF hier). Am 21. Januar wird er in der öffentlichen Sitzung des Bezirksbeirats Sillenbuch beraten (Tagesordnung: hier). Das Investitionsvolumen wird inzwischen auf 186.750.000 Euro geschätzt. Die Fertigstellung ist jetzt für Ende 2033 geplant.
Die 200 Millionen-Marke rückt in Sichtweite
Vor neun Jahren war die Aufregung groß, als das Vorhaben erstmals die 50 Millionen-Grenze zu überschreiten drohte. Aus heutiger Sicht „Peanuts”. Bis 2021 war das Projekt schon auf 80 Millionen angewachsen, im Mai 2024 ging man bereits von mehr als 181 Millionen aus – nach erneuter Überarbeitung der Kalkulation ist nun von knapp 187 Millionen Euro die Rede. Weit ist es bis zur 200 Millionen-Marke nicht mehr. Auch die Bauzeit hat sich weiter verschoben. Statt der Sommerferien 2032 wird nun das Jahresende 2033 für die Fertigstellung anvisiert.
Holzmodulgebäude als Dauerlösung konzipiert
Langfristig rechnet die Stadt mit zunehmenden Schülerzahlen. Begründet wird diese Annahme mit der geplanten Aufsiedlung von Heumaden-Süd – die allerdings noch Zukunftsmusik ist – sowie der vor einem Jahr vom baden-württembergischen Landtag beschlossenen Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialausbildung (G9). Letzteres führt dazu, dass im Projektbeschluss ein ursprünglich als Interim gedachter Holzmodulbau neben dem GSG nun als Dauerlösung konzipiert wird. Unterstützendes Argument: Auch anderen Schulen wie beispielsweise der benachbarten Grundschule Riedenberg oder der Birken-Realschule in Heumaden könnte der Holzbau bei künftigen Baumaßnahmen als Übergangslösung dienen.
Energieversorgung dezentral und autark
Aus der eigentlich geplanten Energiezentrale, die später auch das angedachte Wohnquartier „Heumaden-Süd” mitversorgen sollte, wird bekanntlich nichts. Im Dezember überraschte die Stadt mit der Mitteilung, dass die Stadtwerke aus wirtschaftlichen Gründen einen Rückzieher gemacht haben. Inzwischen ist geplant, dass sich das GSG dezentral und autark mit Energie versorgt. Wärme soll mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe in Verbindung mit Geothermie erzeugt werden, für den Spitzenbedarf unterstützt durch zwei Holzpelletkessel. Die Klassenräume sollen eine einzeln regelbare Fußbodenheizung bekommen.
Projektbeschluss im Gemeinderat
Am 21. Januar berät der Sillenbucher Bezirksbeirat über die städtische Projektbeschlussvorlage und wird seine Empfehlung an den Gemeinderat formulieren. Danach soll es flott weitergehen. Am 27. Januar steht die Vorberatung im zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik (STA) auf dem Programm, bevor am 28. Januar der Projektbeschluss in der Vollversammlung des Stuttgarter Gemmeinderats gefasst werden soll.
WILIH regelmäßig lesen und nichts mehr verpassen: Den wöchentlichen WILIH-Newsletter kostenlos abonnieren und immer kompakt informiert sein! Einfach hier klicken und gleich anmelden, dann bekommen Sie einmal in der Woche die Themen der Woche frei Haus! Abbestellung jederzeit möglich!




