Statistische Erhebungen bei der Bundestagswahl

Stuttgart … Wie bei jeder Wahl, werden auch bei dieser Bundestagswahl wieder in einigen ausgewählten Wahllokalen statistische Erhebungen durchgeführt. Diese liefern wichtige Hintergründe zum Wahlverhalten der Bürger.

Dabei werden Datenschutz und Wahlgeheimnis der Befragten strengstens gewahrt. Erst wenn am Wahlsonntag die Wahllokale geschlossen haben, beginnt die Auszählung der Stimmen. Damit die Medien dennoch bereits um Punkt 18 Uhr erste Prognosen des Wahlausgangs berichten können, befragen beauftragte Institute die Wählenden vor zufällig ausgewählten Wahllokalen. Neben diesen sogenannten „exit polls“ findet noch eine Erhebung des Statistischen Amts statt.

Die repräsentative Wahlstatistik ist verbindlich im Wahlstatistikgesetz vorgeschrieben. Sie sieht vor, das Geschlecht und die Geburtsjahresgruppe der wählenden Person zu erfassen. Darüber hinaus werden keine weiteren Angaben registriert. Eine Zuordnung der abgegebenen Stimme zur Person ist also ausgeschlossen. Die Erhebung wird in 30 repräsentativen Wahlbezirken durchgeführt und ist dort auch am Wahllokal bekanntgemacht. Hinzu kommen zwölf Briefwahlbezirke.

Dank der zusätzlichen Informationen ist es möglich, die Wahlergebnisse nicht nur anhand der Wahlbezirke, sondern auch anhand demografischer Merkmale zu differenzieren. So erfährt man, ob Parteien in bestimmten Altersgruppen oder unter Wählern anders abgeschnitten haben. Die Ergebnisse der repräsentativen Wahlstatistik werden nur auf Gemeindeebene veröffentlicht. Das Wahlstatistikgesetz verbietet dagegen ausdrücklich, Ergebnisse für einzelne Wahlbezirke bekanntzumachen.

Die zweite Erhebung führt das Statistische Amt der Stadt Stuttgart mit einer eigenen Wahltagsbefragung durch. In zehn Wahllokalen sind bis zu 1.000 Personen eingeladen, einen kurzen Fragebogen zu beantworten. Die freiwilligen und anonymen Angaben zu politischen Einstellungen und soziodemografischem Hintergrund der Wählenden werden vom Statistischen Amt ausgewertet und im Themenheft zur Bundestagswahl veröffentlicht.

Jede Erhebung ist auf die Kooperation der Befragten angewiesen. Je höher die Beteiligung, desto aussagekräftiger die Erkenntnisse. Dabei wird größtes Augenmerk daraufgelegt, dass die Anforderungen des Datenschutzes in vollem Umfang erfüllt werden.

Quelle: Stadt Stuttgart

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