Der Johann-Heinrich-Strauß-Platz wird umgestaltet: Ausblick zum Württemberg

Stuttgart-Sillenbuch … An der Gabelung von Eduard-Steinle-Straße und Oberwiesenstraße befindet sich eine etwas in Vergessenheit geratene Grünanlage – der Johann-Heinrich-Strauß-Platz, benannt nach Sillenbuchs ehemals größtem Weingärtner, der vor über hundert Jahren im Ehrenamt Schultes von Sillenbuch war. Jetzt lässt die Stadt die Anlage auffrischen.

Für Auszubildende des städtischen Garten-, Friedhofs- und Fortstamtes dient die Umgestaltung des Platzes als Lehrobjekt. Weil sich zudem in einem „kleinen Topf” für Grünanlagen vorgesehener Finanzmittel etwas Geld dafür fand, ergab sich nun der „glückliche Zufall”, dass der Johann-Heinrich-Strauß-Platz über den Sommer ein neues Gesicht bekommen kann. Am 26. Juli stellten Vertreter des Amtes das Projekt in der öffentlichen Sitzung des Sillenbcuher Bezirksbeirates vorund ernteten dafür viel Lob.

Aussichtskanzel mit Fernrohr

Der noch ganz ansehnliche Rasenhang zur Oberwiesenstraße soll erhalten bleiben. Die aufgeplatze Asphaltfläche des Platzes sowie ein ungenutzter Sandkasten werden aber bald der Vergangenheit angehören. Außerdem sind die Sitzmöglichkeiten zu überarbeiten; nach einem Brandschaden waren Teile der Bänke abgebaut worden. Statt mit Asphalt soll der Platz nun mit roten Sandsteinplatten belegt, die Mauer an der Oberwiesenstraße erneuert werden. Die Wege bekommen eine hydraulisch gebundene Trag-Deck-Schicht, ähnlich wie an den Gefällstrecken im Eichenhain. Regenwasser kann in die Grünanlage abfließen, verschwindet also nicht in der Kanalisation.

Absolutes Highlight wird eine „Aussichtskanzel” im südlichen Bereich des Platzes. Nach einem Rückschnitt der übergroß gewordenen Büsche werde man künftig eine wunderbare Aussicht hinüber zur Grabkapelle am Württemberg genießen können, schwärmten die städtischen Planer. Garniert wird der neue Aussichtsplatz mit einem stationären Fernrohr, mit dessen Hilfe man von Sillenbuch aus eines von Stuttgarts Wahrzeichen genauer wird betrachten können. Und zwar gratis, wie betont wurde. Schließlich soll unterhalb des Aussichtsplatzes noch ein kleiner Weinberg angelegt werden. Damit will die Stadt die vergangene Sillenbucher Weinbautradition und Johann Heinrich Strauß würdigen. Die Angregung von Bezirksbeirat Walter Haag (Freie Wähler), zusätzlich mit einer Informationstafel an das Wirken des früheren Schultes zu erinnern, fiel bei den Amtsvertretern auf fruchtbaren Boden.

Konflikt mit Containerstandplatz

Einen Wermutstropfen stellen allerdings die zahlreichen Container für Altglas und alte Kleidungsstücke dar, die neben der Südspitze des Platzes angeordnet sind. Der unvermeidliche Anlieferverkehr und der damit verbundene Parksuchverkehr bereiten den Bezirksbeiräten noch Kopfzerberchen. Ob ausgerechnet an dieser besonders stark frequentierten Stelle der Zugang zur Grünanlage – wie bislang vorgesehen – die beste Wahl darstellt, blieb offen.

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