Ohne Hintergedanken

Am Dienstag der vergangenen Woche hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass Frauen in Formularen nicht in weiblicher Form angesprochen werden müssen. Für Druckereien ein herber Schlag, ist damit doch die Hoffnung auf eine Flut von Druckaufträginnen und Druckaufträge dahin. Für alle Leserinnen und Leser oder Zuhörerinnen und Zuhörer … jedweder Hautfarbe, sexuellen und sonstigen Orientierung mit entsprechenden Hinweissymbolen wie Gendersternchen oder sonst noch Ausdenkbarem mag dies frustrierend sein. Will man aber Reden oder Diskussionsbeiträgen in Veranstaltungen aufmerksam folgen, einen Zeitungsartikel oder ein Buch lesen, dann mag man gerne auf die Bloßnichtirgendjemandendiskriminierung verzichten. Man müsste es wirklich mal stoppen, aber eine Veranstaltung wie beispielsweise die zweistündige Wangener Einwohnerversammlung am 5. März hätte wohl einige Minuten kürzer ausfallen können, wenn nicht jede Bürgermeisterin und jeder Bürgermeister jede Einwohnerin und jeden Einwohner, alle Bürgerinnen und Bürger, die Wangenerinnen und Wangener, einen jeden Versammlungsteilnehmer und jede Versammlungsteilnehmerin, alle Diskutanten und Diskutantinnen jeweils mit und ohne „in“ kontrastiert hätte. Allen, die nun aufschreien mögen, insbesondere allen WILIH-Lesenden mag zu Bedenken gegeben werden: Ob weiblich, ob männlich, ob homo, hetero, inter, trans, hell oder dunkel, mit oder ohne Symbol – letztlich sind wir alle eins. Menschen! Flüssige Sprache gibt dies ohne Hintergedanken wieder.

Rundgeschaut … Die Seite 3 Kolumne aus dem WILIH … 21.3.2018

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