Rolli-Hilfe an Stadtbahnhalt ist ein Versuch

Stuttgart-Wangen … Die Ein- und Ausstiegshilfe an der Stadtbahnhaltestelle Wangener Marktplatz (Bericht hier) stammt nicht aus dem Baukasten des Bahnbetreibers, sondern ist eine versuchsweise Sonderanfertigung. Die SSB reagierte damit speziell auf den Wunsch einer Wangener Rollstuhlfahrerin, der vom Bezirksamt und Bezirksbeirat sowie der städtischen Behindertenbeauftragten unterstützt worden war. Erfahrungen mit derartigen Bahnsteigborden gibt es nicht. Voraussichtlich 2021 sollen Gleis und Bahnsteig sowieso saniert werden. Dann wird der Bahnsteig auf das übliche Niveau angehoben, und das Provisorium wird danach ausgedient haben.

Die Haltbarkeit der provisorischen Ein- und Ausstiegshilfe an den beiden Stadtbahnsteigen werde sich beweisen müssen, meinte SSB-Pressesprecher Hans-Joachim Knupfer auf Anfrage von WILIH. Er nennt Splitt, drunterziehendes Wasser und Frost als zu beobachtende Einflussfaktoren. Doch da die betroffene Rollstuhlfahrerin eine regelmäßige Nutzerin der Stadtbahn mit Start und Ziel beim Wangener Bezirksrathaus (Foto) sei, habe man sich zu dieser Sondermaßnahme entschlossen, erklärt Knupfer. Und auch wegen der „Fürsprache”, die sie erfahren habe.

Und warum war der Spalt für Rollstuhlfahrer bislang nicht oder nur mit großem Risiko zu überwinden? Der Bahnsteig stamme aus der Frühphase des Umbaues zur Stadtbahn (1989), schreibt der SSB-Sprecher. Damals sei die Bahnsteighöhe „wegen der technischen Toleranz (Türen der Wagen schwenken aus, dürfen auf keinen Fall aufsitzen) etwas niedriger angesetzt” gewesen als heute.

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