Sperrversuch am Bärenplätzle

Stuttgart-Wangen … Seit Jahren klagen Anwohner über Schleichverkehr durch die Biberacher Straße. Eine Durchfahrtsperre beim Bärenplätzle soll das Loch stopfen. Die Stadt schlägt jetzt einen Poller vor. Der Parkplatz vor der Gaststätte Bären (Foto oben) soll für den Verkehr aus der Ravensburger Straße als Wendeplatte dienen. Ein einjähriger Versuch soll auf Anregungen aus dem Bezirksbeirat mit mobilen Sperren unternommen werden – begleitet von Zählungen und Kontrollen.

Biberacher und Ravensburger Straße
Der Verkehr aus der Ravensburger Straße soll übers Bärenplätzle zurückgeführt werden. Plan: Stadt Stuttgart

Das Thema lag einige Zeit auf Eis, weil die Stadt zunächst ihre Pläne für die Hauptradroute 2 komplettieren wollte. Sie hätten mit dem Sperrversuch kollidieren können. Am 21. September präsentierten die städtischen Verkehrsplaner, wie sie den lästigen Schleichverkehr durch den Ort unterbinden wollen (siehe Plan).

Für den Verkehrsversuch, der innerhalb des nächsten Halbjahrs starten soll, wünscht sich der Bezirksbeirat die begleitende Beobachtung des Schleichverkehrs einschließlich Kennzeichenerfassung, damit man besser beurteilen kann, aus welchen Städten beziehungsweise über welche Wege die Autofahrer kommen. Bezirksvorsteherin Beate Dietrich bat zusätzlich um Tempokontrollen.

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2 thoughts on “Sperrversuch am Bärenplätzle

  • 25. September 2020 um 19:33
    Permalink

    Hier eins von vielen Beispielen über für Anwohner umständlichere Verkehrsbeziehungen nach Aufstellen der Poller.

    Beschreibung einer Vor-Poller und Nachpoller-Situation einer Autofahrt vom Bärenplätze zur B10-Einfahrt Otto-Konz-Brücken Richtung Esslingen.

    So geht’s heute:

    Auf der Biberacher Straße zur Ampel Kemptener Straße, die Hedelfinger Straße überqueren und nach 500 m schon am Ziel.

    So geht’s mit Poller:

    Auf der Biberacher Straße bis zur Ulmer Straße, an der Ampel rechts auf die Hedelfinger Straße, an nächster Ampel links, dann nach 1,1 km am Ziel.

    Denke doch, das ist so nicht unbedingt gewollt und sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss.

    Es stellt sich mir außerdem die Frage, ob das Pollerstellen mit der Müllabfuhr, den Zustelldiensten sowie mit Feuerwehr und Rettungsdiensten abgestimmt ist.

    Norbert Klotz

    Anwohner am Bärenplätzle

  • 25. September 2020 um 17:08
    Permalink

    Das ist der allgemeine Trend, einfach alles zu sperren! Erlaubt mir, dass ich mich hierzu kurz “auskotze”. In meinen Augen der totale Blödsinn, da die Autos halt dann eben über die Höhbergstraße fahren. Ich werde dann wohl nach wie vor am Kindergarten vorbei die Leutkircher Straße hoch und den Kirchweinberg runter fahren. Ich habe für mich persönlich ausgerechnet, dass ich dann 78 Kilometer mehr – durch Wangen – fahre, im Jahr. Ähnlich bei der Nähterstraßensperrung! Die fahren dann halt hoch in die Jägerhalde.

    Genau das gleiche ist in Stuttgart-Ost, -West, -Süd und als täglicher Fahrer dort mit dem Taxi stehe ich morgens im Stau, tagsüber im Stau, abends im Stau, wie auch sonst überall in der ganzen Stadt! Ich habe mittlerweile resigniert und muss überall den Schwachsinn mitmachen. Vielleicht haben 2 Familien in der Ravensburger Straße einen Vorteil, aber 100 Familien in Wangen ärgern sich und sind die Beschissenen. Wer urban in einer Stadt wohnt, der muss auch etwas mit dem Autoverkehr klarkommen. Wem das zu viel ist, der soll nach Hinterbüchelbach in den schwäbischen Wald ziehen! Danke fürs Lesen!

    Thomas Oehler, Taxifahrer

Kommentare sind geschlossen.

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