Was passiert mit dem Nill-Areal?

Stuttgart-Hedelfingen … Die Corona-Beschränkungen haben Versammlungsstätten etwas aus dem Blickfeld rücken lassen. Doch in Hedelfingen ist das Thema nach wie vor auf der Agenda. Vor der Sommerpause hat der Bezirksbeirat eindeutig Stellung bezogen. In einem gemeinsamen Antrag äußert er seine Vorstellungen zum „Hedelfinger Monopoly” und unterbreitet einen Vorschlag für das Nill-Areal (Foto).

Die Stadtbezirksparlamentarier plädieren für die „Schaffung eines neuen, lebendigen Quartiers” an der Hedelfinger Straße. Konkret für das inzwischen an die Dibag verkaufte Gelände des Autoverwerters Nill wünschen sich die Bezirksbeiräte eine „generationenübergreifende, multifunktionale Einrichtung”. Damit meinen sie einen Mehrgenerationentreff mit Pflegeheimplätzen, betreutem Wohnen sowie betreuten Pflegewohngemeinschaften. Auch offene Angebote sollte es geben, heißt es in dem am 21. Juli verabschiedeten gemeinsamen Antrag, in dem für das gesamte Areal ein städtebaulicher Wettbewerb angeregt wird.

Sicher eine gute Idee, denn hier geht es auch um die städtebauliche Wirkung des Hedelfinger Ortseingangs – von Wangen kommend. Und um weitere Wohn-, Sport- und Versammlungsinteressen. Schon länger hofft man nämlich bei der SportKultur Stuttgart auf ein Vereinszentrum mit neuen Raummöglichkeiten für moderne Sport- und Gesundheitsangebote – ebenfalls ein Mehrgenerationenthema. Ob die Turn- und Versammlungshalle Hedelfingen – wie marode auch immer sie sein mag – samt daneben gelegener „Festwiese” von der Stadt aufgegeben und – eventuell nach Grundstückstausch mit Dibag – an anderer Stelle eine zweiteilige Sporthalle errichtet wird, ist sicher nicht nur eine gestalterische Frage. Hier geht es um viel Geld und vielleicht auch darum, wer die neue Halle bekommt: Hedelfingen oder Wangen. Das ganze Thema spielt sich nämlich im Grenzbereich zwischen den Stadtbezirken ab – ein Politikum möglicherweise. Darüber hinaus gibt es für die Hedelfinger Kelter – nicht unumstrittene – Pläne zur Einrichtung von Versammlungsflächen. Und an der Hedelfinger Straße 151 bis 157 – zwischen Odelo und Bürgerhaus – existieren viele Wohnungen; sie sollen laut Bezirksbeitragsantrag Bestandsschutz genießen.

Mit ihrem Wunsch, „die notwendigen Verwaltungs- und Planungsschritte schnellstmöglich” einzuleiten, haben die Hedelfinger Bezirksbeiräte dem Gemeinderat und der Verwaltung der Stadt Stuttgart eine echte Aufgabe gestellt.

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