Weg mit Barrieren!

Sehr häufig sprechen wir von „Behinderten“, wenn wir Menschen meinen, die mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen zu leben haben. Einem Vertreter dieser Gruppe gefällt der Begriff „Behinderte“ nicht. Bei einer Veranstaltung in Wangen schlug er vor, lieber von „Menschen mit Behinderungen“ zu sprechen. Man sei nicht behindert, gab er zu bedenken. Man werde behindert. Durch Bordsteine beispielsweise, durch Treppen, durch Kopfsteinpflaster, durch gedankenlos in den Fußweg hineinragende Bistrotische vor Geschäften, durch „Kundenstopper“ auf dem Bürgersteig, durch unsinnig angebrachte Handläufe, durch fehlende Rampen, durch zu schmale Toiletten, durch schwergängige Türen, durch Stolperfallen auf Treppenstufen oder vor Balkontüren, durch Autos, die verbotenerweise auf dem Gehweg oder in Kurvenbereichen parken, durch Sperrmüll auf dem Gehweg – durch Barrieren in den Köpfen der Mitmenschen. Auf dem langen Weg zu Verbesserungen gibt es erheblichen Nachholbedarf in Stadtplanung und Architektur. Hierbei geht es aber stets um rechtliche Rahmenbedingungen, politische Entscheidungsprozesse und viel Geld. Entsprechend steinig und lang ist dieser Weg. Was schneller geht und nichts kostet: Im täglichen Umgang von Mensch zu Mensch keine Barrieren zu errichten, vorhandene Barrieren abzubauen und für eine Welt ohne Barrieren zu werben. Also: Tun wir’s doch einfach!

Rundgeschaut … Die Seite 3 Kolumne aus dem WILIH … 6.6.2018

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