Ideen für Wangen – Studienarbeiten präsentiert

Stuttgart-Wangen … Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen wurden Studienarbeiten präsentiert, die sich mit wichtigen Perspektiven im WILIH-Land beschäftigt haben. Für den Schulcampus am Steinenberg in Hedelfingen entwickelten Architekturstudenten Schulgebäude-Ideen. Für den Stadtbezirk Wangen erarbeiteten kommende Stadtplaner Vorstellungen für ein Miteinander von Wohnen, Arbeiten, Verkehr und ganz generell das Leben im Bezirk. In beiden Fällen wirkte die Stuttgarter Hochschule für Technik als Katalysator.

Wie kann, wie muss sich Wangen verändern? Dieser Frage sind Studierende der Stuttgarter Hochschule für Technik im Rahmen von sieben Projekten nachgegangen. Die unter der Leitung von Professor Christina Simon-Philipp in einem Onlinesemester entstandenen Arbeiten wurden am 14. September im Rahmen einer Veranstaltung des Projekts TransZ öffentlich vorgestellt.

Die Beschäftigung mit dem Neckartal sei für die Stadt Stuttgart eine der herausragenden Aufgaben, bekannte Hermann Lambert Oediger beim Auftakt. Der Leiter der Abteilung Stadtentwicklung im Amt für Stadtplanung und Wohnen betonte die Bedeutung der Längsachse entlang des Neckars.

An Wandtafeln mit ausgesuchten Skizzen wurden die sieben Projekte kurz vorgestellt und diskutiert. Die 261 Seiten starke Dokumentation des Studienprojekts steht als PDF zur Verfügung. Direkt-Link: hier.

Wangen baut Brücken setzt auf die Experimentierfreude der Wangener, die aktiv an der Weiterentwicklung ihres Stadtbezirks mitwirken sollen. Beispiel: ein Shared Space im Kelterbereich der Ulmer Straße mit Kiezküche sowie ein Maker Space, der örtlichen Vereinen und Künstlern neue Möglichkeiten der Präsentation eröffnen kann.

Wangen – mehr als die Summe aller Teile betont die Komplexität des traditionell zwischen Industrie (Arbeiten) und Wohnen (Leben) sich bewegenden Stadtbezirks und kontrastiert die „produktive” mit der „lebendigen” Stadtfläche. Ein Spannungsfeld, in dem Kreativität und die Einbeziehung der Bewohner ebenfalls eine große Rolle spielt.

Wangens produktiver Gleispark ist die Arbeit tituliert, die ein traditionelles Element Wangens – Industrie-Gleisanlagen – in neuer Form wiederbeleben und ein neuartiges Netzwerk mit Verbindungen in Stadtteile sowie die Schaffung von attraktiven Freiräumen zum Ziel nimmt.

Ko-Produktive Straße widmet sich schwerpunktmäßig der Ulmer Straße, die zu besserer Ordnung und guter Verbindung aller Mobilitätsformen führen soll. Wohnen und Gewerbe sollen harmonisiert werden. Die Beteiligung der Anwohner und Immobilieneigentümer ist Planbestandteil.

Livable Spaces – Räume (be-)leben greift das in Wangen stark vertretene Gewerbe auf und will Transformationsräume miteinander verbinden. Als Maßnahmenschwerpunkte werden Leerstände, Dachflächen, Konversions- und Parkierungsflächen sowie der Straßenraum thematisiert. Der Planungshorizont reicht bis ins Jahr 2051.

#Patch Work City Wangen nimmt die Potentiale Wangens in den Blick und beschäftigt sich auch mit den Möglichkeiten der Umsetzung. Visionär: Das Heizkraftwerk wird als nicht zukunftsfähig betrachtet und sein heutiger Standort damit zum Spielball neuer städtebaulicher Ideen.

Wangen will me(e/h)r! Hintergund dieses Wortspiels ist das – nicht zuletzt von der Vielzahl der in Wangen vertretenen Kulturen – immer wieder artikulierte Bedürfnis nach Leben am Wasser. Der Neckar steht dafür zwar zur Verfügung, seine Potentiale sind aber noch bei Weitem nicht genutzt. Dies gilt es zu ändern.

Damit liegen sieben konkrete Ideenskizzen vor. Sie jetzt in den Weiterentwicklungsprozess für Wangen einzubringen und aus den Vorschlägen Umsetzbares herauszufiltern, wird die anspruchsvolle Aufgabe einer die Bürger beteiligenden Kommunalpolitik und Stadtplanung sein. Das Projekt TransZ kann dabei noch eine Weile begleiten. Die Augen sind geöffnet, die Diskussion kann beginnen.

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