Rot, gelb, grün – was bringt die Ampel?

Im Moment bringt jeder neue Tag neue Spannung. Es geht rund. Und es geht um Richtungsentscheidungen. Da läuft aber nicht immer alles rund. Vorsicht ist geboten. Bloß nicht zu weit nach vorne wagen! Andererseits auch nicht unentschlossen wirken! Sonst droht vielleicht Gefahr. Von rechts. Oder von links. Da muss man aufmerksam sein. Aufpassen! Höchste Konzentration! Sicherheit ist oberstes Gebot. Auch wenn für manche der Weg das Ziel ist: Das Ziel muss klar sein! Und es muss auch für andere erkennbar sein. Sonst kracht es. Wer dies verhindern will, bringt gerne die Ampel ins Spiel. Unter Verkehrsexperten ist das geordnete Zusammenspiel von Rot, Gelb und Grün (in dieser Reihenfolge) besser bekannt als Lichtzeichen- oder Lichtsignalanlage. Lieschen Müller (darf man das noch sagen?) sagt lieber „Ampel”. Rundherum beliebt sind Ampeln nicht. Vor allem dann nicht, wenn sie Rot zeigen und man es eilig hat. Grün hingegen weiß jeder zu schätzen – zumindest für sich selbst. Und Gelb ist eigentlich immer so eine Art Grün. Je nach Situation und Sichtweise lässt sich demnach kontrovers über eine Ampel diskutieren. Das wissen nicht bloß die wahrscheinlichen Koalitionäre in Berlin. Das wissen auch die WILIH-Leser. Der Plan, die Gleisüberfahrt des neuen Kreisverkehrs in Wangen zu „be-ampeln”, stößt jedenfalls auf Kritik. Kommentare zu diesem Beitrag zeigen, dass Kreisel und Ampel als Widerspruch empfunden werden können. Soll man also zusammenbringen, was nicht wirklich zusammengehört? Zudem ist zu bedenken, dass angesichts der ohnehin schon enormen Reizüberflutung des Autofahrers an Kreuzungspunkten bei gleichzeitiger Reizüberflutung durch allerlei elektronische Heinzelmännchen und Displays im Wageninneren irgendwann die menschliche Zentraleinheit namens Gehirn links und rechts, vorne und hinten, rot und grün nicht mehr so schnell geordnet bekommt, wie es notwendig wäre. Und dann lesen Sie an dieser Stelle die nächste Meldung über einen Stadtbahnunfall. Hoffentlich ohne Verletzte!

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