Bezirksbeirat Wangen – Perspektiven am Neckar

Stuttgart-Wangen … Am Montag, 19.4.2021, findet die nächste öffentliche Sitzung des Wangener Bezirksbeirats statt (18.30 Uhr: Kelter Wangen, Ulmer Straße 334, Foto: Archiv). Es gelten die bekannten Coronaregeln. Besucher werden gebeten, sich im Bezirksamt Wangen für einen der reservierten Plätze anzumelden, wenn sie an der Sitzung teilnehmen wollen.

Auf der Tagesordnung stehen neben dem Jahresbericht über Tiefbauvorhaben im Stadtbezirk, einer Information über eine kürzlich stattgefundene Begehung am Wangener Berg sowie Anträge aus dem Bezirksbeirat und Stellungnahmen der Stadtverwaltung drei perspektivisch interessante Vorhaben.

Zum einen geht es um den Abschlussbericht des Projekts „Quartier 2020”. Laut Gemeinderatsdrucksache 12/2021, die dem Sozial- und Gesundheitsausschuss des Stuttgarter Gemeinderats bereits am 22. März zur Kenntnis gebracht wurde, bestanden die Projektziele darin, in Wangen „das soziale Miteinander zu stärken, die Menschen mit Hilfebedarf stärker in das Hilfesystem einzubinden, pflegende Angehörige zu entlasten, selbstständige Haushaltsführung und Alltagsbewältigung Älterer zu fördern, Arbeitslosigkeit durch Qualifizierung zu bekämpfen, die Gesundheit der Einwohnerinnen und Einwohner zu fördern und das Ehrenamt zu stärken”. Sichtbar wurde das Projekt vor Ort insbesondere durch die Entwicklung der ehemaligen Gatststätte „Lamm” zum Bürgertreff, die – bis Ende Mai 2022 verlängerte – Installation eines Quartiersmanagers sowie den viel beachteten Wegweiser „Älter werden in Wangen – gemeinsam!“.

Unter einem weiteren Tagesordnungspunkt geht es um die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Konzeptstudie „Stuttgart am Neckar – Entwicklungsräume für die Stadt am Fluss”. Damit liege eine „zeitgemäße Perspektive auf die städtebaulichen Potenziale entlang von 15 km Neckarverlauf in Stuttgart vor, die bestehende Infrastrukturen (Energieversorgung, Verkehr etc.) berücksichtigt”, heißt es in der städtischen Mitteilungsvorlage (Gemeinderatsdrucksache 1054/2020). Es würden „strategisch wichtige Aspekte für den lange vernachlässigten Stadtraum inmitten von Stadt und Region im Zuge urbaner Transformationsprozesse und Trends herausgearbeitet. Mit konkreten räumlichen Lösungsansätzen für den Umgang mit den Infrastrukturen und Flächenpotenzialen wird eine ganzheitliche Perspektive für eine nachhaltige Weiterentwicklung am Neckar gezeigt und weitere Qualifizierungsschritte benannt.” Hier dürfen die Bezirksbeiräte einen Bericht aus dem Amt für Stadtplanung und Wohnen erwarten. An den Folgetagen werden die Studienergebnisse auch noch in Stuttgart-Münster und -Ost vorgestellt. Wie sehr das Thema „Neckar” die Stuttgarter beschäftigt, zeigte sich beim jüngst zu Ende gegangenen Beteiligungsprozess zum Bürgerhaushalt.

Danach steht eine Information über die erste Phase des Masterplans SBBZ auf dem Programm. Hinter dem Kürzel verbirgt sich die Entwicklung an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren. Dabei geht es im Kern um Förderschulen und Inklusion. Der Masterplan für die Neuordnung wird in allen Stuttgarter Bezirksbeiräten erörtert. Für die Planungsregion Neckar von besonderem Interesse: die geplante Zusammenlegung der Auschule im Stadtbezirk Untertürkheim mit der Steigschule im Stadtbezirk Bad Cannstatt am Standort Auschule. Zusammengefasst ist der städtische Plan in der Gemeinderatsdrucksache 997/2020, über die der finale Beschluss am 20. Mai im Stuttgarter Gemeinderat gefasst werden soll.

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